Baumschule ist Sammelstelle für Streuobstinititative – Annahme bis Ende Oktober

Äpfel gegen Saft tauschen

Aus Äpfeln wird Saft: Ulrike Peter von der Baumschule Pflanzlust nimmt für die Streuobstinitiative Silka Äpfel aus Gärten in der Umgebung an. Daraus wird dann Saft gemacht. Fotos: Kessler

Nothfelden. Noch bis Ende Oktober stehen die prall gefüllten Säcke mit Äpfeln auf dem Hof der Baumschule Pflanzlust in Nothfelden. Denn so lange ist noch Apfelsaison. „Wir nehmen die Äpfel so lange an, damit die Leute die Wintersorten nicht schon jetzt ernten“, erklärt Ulrike Peter. Sie betreibt in der Baumschule eine Annahmestelle der Streuobstinitiative Silka. „Die Äpfel sollen ja reif sein“, fügt sie hinzu.

Die Initiative Silka bietet die Möglichkeit, Äpfel abzugeben und dafür eine Auswahl an Fruchtsäften zu einem vergünstigten Preis kaufen zu können. „Wir arbeiten mit der Kelterei Gerth’s Fruchtsäfte in Reinhardshagen zusammen. Wer anliefert, kann aus dem gesamten Sortiment auswählen“, sagt Peter.

Regionale Produkte fördern

Den Saft gibt es nicht nur in den Annahmestellen zu kaufen. „Ziel ist es, regionale Produkte der breiten Bevölkerung anzubieten. Daher gibt es die Silka-Säfte auch im Supermarkt und auf verschiedenen Wochenmärkten.“ In der Gastronomie sei besonders die Apfelschorle in 0,33-Liter-Flaschen beliebt. In 0,7-Liter-Flaschen gibt es die Sorten Apfel naturtrüb, Apfel klar, Apfel-Birne, Apfel-Mango, die Apfelschorle und den Silka-Apfelwein. Jedes Jahr werden innerhalb der kurzen Apfel-Erntesaison mehrere Tonnen Äpfel angeliefert. „Ein Big Pack fasst ungefähr 500 Kilo“, erläutert Ulrike Peter.

„Wir wollen die Leute dazu bringen, die alten Apfelsorten zu erhalten. Die haben einen höheren Säuregehalt, und den braucht man für einen guten, naturtrüben Apfelsaft“, erklärt sie.

Auch Birnen werden angenommen, jedoch nur zu bestimmten Terminen. „Wegen der Struktur des Fruchtfleisches muss die Mosterei für Birnen erst spezielle Filter vor ihre Anlagen setzen“, so Peter. An den Samstagen 24. September und 8. Oktober nimmt die Baumschule in diesem Jahr noch Birnen an.

Außerdem zertifiziert die Initiative zusammen mit der Naturschutzorganisation Nabu Streuobstbestände im Landkreis mit einem Biozertifikat. Diese Obstbestände werden von Biolebensmittelherstellern aufgekauft.

Von Patrick Kessler

Quelle: HNA

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