Verbraucherzentrale weist auf Kündigungsrechte hin

Ärger um Abowerbung an Informationsständen

Schwalm-Eder. Sie bitten um Spenden für Jugendliche oder um eine Unterschrift für den Tierschutz. Manchmal steckt aber anderes dahinter, wenn Hilfsvereine in Innenstädten Stände aufbauen.

In Fritzlar hatte Robin Hood e.V. einen Stand. Dort, so berichtete ein Leser der HNA, sei seinem 18-jährigen Sohn ein Zeitschriftenabo vermittelt worden, ohne dass er gewusst habe, was er unterschreibt. Der Verein bestreitet das.

Robin Hood habe einen Informationsstand angemeldet, sagte der Fritzlarer Ordnungsamtsleiter Volker Feige. Mitarbeiter hätten den Stand überprüft, es sei nichts Auffälliges festgestellt worden. Der Vater des 18-Jährigen kündigte das Abo sofort. Das ist innerhalb von 14 Tagen möglich, sagte Eva Raabe (Verbraucherzentrale Kassel). Es komme vor, dass etwa nach einer Unterschrift für den Tierschutz gefragt werde, dann werde der Abschnitt mit der Abobestätigung umgeknickt, sodass er nicht sichtbar sei.

So etwas könne er für Robin Hood e.V. ausschließen, sagte der Vorsitzende Steven Großmann auf Anfrage der HNA. Auf den Formularen sei klar erkennbar, wenn man ein Abo abschließe. Er rate dazu, alles durchzulesen, bevor man unterschreibt. Die Werber seien Fremdfirmen. Für abgeschlossene Abos und Stromwechsel bekomme der Verein einen Anteil, der in seine Arbeit fließt.

Bisher habe Robin Hood sechs bis sieben Jugendfußballmannschaften mit Trikots ausgerüstet und Kindergärten unterstützt.

Der Verein ist beim Amtsgericht Cottbus ins Register eingetragen. Gerichts-Pressesprecher Michael Höhr weist darauf hin, dass das Gericht die Gemeinnützigkeit des Vereins geprüft habe. Dem Gericht liege nur eine Beschwerde vor, dass jemand wegen eines Abos vom Verein angesprochen worden sei. Der Vorsitzende habe dem Gericht versichert, Robin Hood betreibe keine Drückerkolonnen.

Quelle: HNA

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