Stadtverordnete kritisieren Kostensteigerungen und fehlendes Ausstellungskonzept

Ärger um das Klostermuseum

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Stein des Anstoßes: Die Kostensteigerungen beim Bau des Burghasunger Klostermuseums wurden im Parlament kritisiert.

Zierenberg. Ärger um das Klostermuseum in Burghasungen: In der Zierenberger Stadtverordnetensitzung am Montagabend wurde Kritik an dem Planungsbüro geübt, das dieses Projekt im Rahmen der Dorferneuerung realisiert. Zum einen sind es erhebliche Kostensteigerungen, die die Gemüter erhitzen, aber auch ein lange fehlendes Ausstellungkonzept.

Am Anfang der Planungen war man von rund 350 000 Euro ausgegangen, inzwischen liegt diese Summe bei fast einer halben Million Euro. Darin enthalten sind 43 820 Euro für die Ausstellung des Museums, die das Parlament in seiner Sitzung am Montag mehrheitlich bewilligt hat. Allerdings nur unter der Voraussetzung, das dass Land 28 500 Euro und die Sparkassenversicherung 20 000 Euro als Zuschuss beisteuert. Der Restbetrag von 8300 Euro soll durch eine Einsparung bei der Gestaltung der Außenanlagen finanziert werden. Diesem Beschlussvorschlag schloss sich der größte Teil des Parlamentes – zum Teil zähneknirschend – an, um das Gesamtprojekt Klostermuseum nicht zu gefährden. Ein Großteil der CDU-Parlamentarier stimmte dagegen.

Der Kostenrahmen des Klostermuseums sei längst überschritten, erklärte Adrian Probst für die CDU. Kostensteigerungen in den vergangenen Jahren habe man bereits mit Bauchschmerzen zugestimmt. Jetzt sei Schluss.

90 Prozent aller Gelder für die Dorferneuerung würden inzwischen in das Klostermuseum fließen, kritisiert Dr. Bärbel Mlasowsky von der UFW. Andere Projekt blieben auf der Strecke. Die UFW fragt sich vor allem, was in dem Museum eigentlich ausgestellt werden soll, nachdem auch die Kaiser-Sammlung dort keinen Platz findet. Die vorgesehenen Grafiken könne man sich auch in einem Buch zu Hause anschauen, meint Mlasowsky. Die UFW-Vorsitzende betonte, dass sich die Kritik ihrer Fraktion vor allem gegen das Planungsbüro richte und nicht gegen den Arbeitskreis.

Die Dorferneuerung laufe positiver, als in der Sitzung dargestellt, meint Andreas Mander von der SPD. Vor allem die privaten Maßnahmen würden rege in Anspruch genommen. Allerdings kritisierte auch Mander das fehlende Nutzungskonzept.

Er habe bei seinem Amtsantritt das beste aus der Ist-Situation machen müssen, erklärte Bürgermeister Stefan Denn. Man habe mit viel Mühe erreicht, dass es nun überhaupt Zuschüsse gebe. Deshalb vermisse er mehr Unterstützung für diesen Antrag. Das Planungsbüro habe für die Einrichtung der Ausstellung keinen Auftrag gehabt, so Denn.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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