Von Heinebach nach Kassel 

Cantus überfüllt: Kunden sind sauer

Morschen. Kunden sind verärgert, dass im Zug nach Kassel morgens zu wenig Platz ist.

Völlig überfüllt sei der Cantus, mit dem er jeden Tag von Heinebach nach Kassel fahre, berichtet Leser Jürgen Heußner. Der Zug sei - wie schon in den Vorjahren - um einen Wagen reduziert worden, schreibt Heußner weiter. Deshalb müssten viele Fahrgäste bis Kassel stehen.

Er ist der Meinung: „Wir zahlen jeden Monat viel Geld und da geht das natürlich überhaupt nicht.“ Außerdem bestehe so ein immenses Sicherheitsrisiko. Bei Vollbremsungen könnten die Fahrgäste im Zug schwer stürzen.

Sicherheitsrisiko vorhanden

Eine weitere Mail erreichte die Redaktion - in dieser ärgert sich eine Bahnfahrerin ebenfalls über die Zustände. Die Mörscherin steigt wochentags um 7.12 Uhr in denselben Cantus nach Kassel: „Man steht dicht an dicht gedrängt - wie Sardinen in einer Büchse - mit anderen Fahrgästen zusammen und ist diesen unmöglichen und gefährlichen Zuständen hilflos ausgeliefert“, schreibt sie uns. 

Am Donnerstagmorgen, so schildern die beiden, sei es auch noch zu einer Vollbremsung gekommen. Nur mit Mühe habe sie in der überfüllten Bahn einen Sturz verhindern können, schreibt sie per E-Mail. Auch Jürgen Heußner berichtet, dass die Menschen Mühe hatten, sich irgendwo festzuhalten, um nicht zu stürzen und sich nicht zu verletzen.

Die Situation sei sehr bedauerlich und unbefriedigend, sagt Susanne von Weyhe, Cantus-Sprecherin. Es gebe aber derzeit Kapazitätsprobleme bei den Fahrzeugen.

Besagter Zug fahre üblicherweise mit zwei Triebfahrzeugen. Wegen dringender fristgerechter technischer Überprüfungen seien derzeit Fahrzeuge in der technischen Instandhaltung. „Wir bemühen uns um Ersatzfahrzeuge“, sagt von Weyhe. Diese seien aber nicht zu bekommen.

Die schlechte Nachricht ist: Ohne ein Ersatzfahrzeug zu bekommen, könne die momentane Situation noch bis zu vier Wochen andauern, erklärt von Weyhe. 

Quelle: HNA

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