Bereitschaftsdienste sollen möglichst einheitlich geregelt werden

Ärzte gehen mit Zentrale ans Fritzlarer Hospital

Schwalm-Eder. Am Hospital zum Heiligen Geist in Fritzlar soll zum 1. Januar 2014 eine Zentrale für den Ärztlichen Bereitschaftsdienst (ÄBD) niedergelassener Ärzte eröffnet werden. Das hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen bestätigt.

Die Verträge mit der Klinik seien abgeschlossen.^Die Zentrale werde zuständig sein für Fritzlar, Wabern, Borken, Homberg, Knüllwald, Neuental, Jesberg und Bad Zwesten sowie die Ortsteile Ersrode und Hainrode der Gemeinde Ludwigsau.

Fast 80 Ärzte werden in den Dienst einbezogen, der die medizinische Versorgung außerhalb der Praxisöffnungszeiten sichern soll (nicht zu verwechseln mit dem Rettungsdienst). Es wird einen so genannten Sitzdienst im Krankenhaus sowie einen Fahrdienst eines Mediziners geben. Im Kreis existieren nebeneinander noch verschiedene Regelungen des Bereitschaftsdienstes. Sie sollen vereinheitlicht werden.

Ziel der eingeleiteten Reform sei es, Bereitschaftsdienste an Kliniken anzusiedeln, erläuterte Petra Bendrich, Pressesprecherin der KV Hessen. Unter anderem soll es dadurch einheitliche Öffnungszeiten und nur noch eine Rufnummer für Patienten geben: Tel. 116 117.

Vizelandrat Winfried Becker begrüßte, dass im Fritzlarer Krankenhaus eine ÄBD-Zentrale angesiedelt wird. Ursprünglich war auch Bad Wildungen als Standort im Gespräch. Weitere Zentralen sollten nach Wunsch des Landkreises an den Klinik-Standorten in Ziegenhain und Melsungen entstehen.

Am Klinikum in Ziegenhain gibt es laut KV bereits eine Zentrale für die Bereiche Ziegenhain, Frielendorf und Schrecksbach. Integriert werden sollen dort weitere bisher kollegial geregelte Bereitschaftsdienste aus dem südlichen Schwalm-Eder-Kreis. „Wir gehen davon aus, dass auch in Melsungen eine ÄBD-Zentrale etabliert wird“, so die KV-Sprecherin.

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Von Heinz Rohde

Quelle: HNA

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