Mediziner bringen Schwerpunkte ein

Drei Gynäkologen sind am Hospital in Fritzlar gestartet

Neues Ärztetrio am Hospital zum Heiligen Geist in Fritzlar: Chefarzt Thomas Kamps (links), Facharzt Friedhelm Stappen und die leitende Oberärztin Katja Harnischfeger mit Merle Senff aus Geismar. Das Mädchen wurde vorige Woche im Hospital geboren. Foto: Laumann

Fritzlar. Die familiäre Atmosphäre, die kurzen Wege und die große Hilfsbereitschaft: Die drei neuen Gynäkologen am Hospital zum Heiligen Geist haben das Krankenhaus in Fritzlar schnell schätzen gelernt.

Zum 1. Januar haben Chefarzt Thomas Kamps, die leitende Oberärztin Katja Harnischfeger und Facharzt Friedhelm Stappen ihren Dienst am Hospital angetreten. „Wir wurden sehr warmherzig aufgenommen", sagte Friedhelm Stappen bei der offiziellen Vorstellung.

Das Ärztetrio ist Teil des großen Umbruchs am Hospital. Nach dem Weggang der gynäkologischen Belegärzte Wolfgang Kersting und Tatjana Braun (wir berichteten) wurde zum neuen Jahr aus der Belegstation eine Hauptstation. „Mit den drei Fachärzten haben wir eine stabile personelle Grundlage. Das war ein Glücksfall“, sagte Geschäftsführer Heinrich Gerdes.

Mit dem Wechsel gibt es einige Änderungen am Hospital. So wurde die technische Ausstattung ergänzt. Die Kosten dafür lagen laut Gerdes im unteren sechsstelligen Bereich.

Spezielle Untersuchungen

Auch die Aufgaben sollen sich ändern. Zur bisherigen medizinischen Versorgung sollen weitere Schwerpunkte kommen. Chefarzt Thomas Kamps kenne sich neben dem Brustultraschall auch im Bereich des Mutter- und Baby-Ultraschalls aus.

Für spezielle Untersuchungen hätten niedergelassene Gynäkologen Frauen bisher etwa in das Klinikum Kassel geschickt. Das sei nun nicht mehr notwendig. „Das können wir auch am Hospital leisten“, sagte Kamps.

Ein weiteres Spezialgebiet des Chefarztes sind Beckenboden-Erkrankungen und Harninkontinenzen. Kamps sieht das als perfekte Ergänzung zur Chirurgie im Haus, die sich um Stuhlinkontinenzen kümmert. Auch gebe es bereits Kontakte zu der Urologie-Praxis am Hospital und urologischen Klinik in Bad Wildungen. „Vielleicht können wir irgendwann einmal ein Beckenbodenzentrum aufbauen“, erklärte Kamps.

Weniger Bauchschnitte

Bei gynäkologischen Operationen wollen die Ärzte vermehrt auf endoskopische Verfahren setzen. Zum Bauchschnitt soll es deutlich seltener kommen. „Das ist ein schonenderes Verfahren für die Patienten und die Wundheilung gelingt schneller“, nannte Gerdes die Vorteile. Chefarzt Kamps ist sich sicher: „Damit sind wir am Zahn der Zeit.“

Von Anke Laumann

Quelle: HNA

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