Ab Sonntag werden 500 Soldaten nach Mazar-I-Sharif verlegt

Ab Sonntag werden 500 Soldaten nach Mazar-I-Sharif verlegt

Thomas Geßner

Schwarzenborn. Abschiednehmen heißt es derzeit für 500 Soldaten des Schwarzenborner Jägerregiments. Sie stellen seit Anfang des Jahres das Ausbildungs- und Schutzbataillon in Mazar-I-Scharif.

Eine Vorhut ist laut Oberstleutnant Thomas Geßner, stellvertretender Regimentskommandeur, bereits vor Ort. Ab kommenden Sonntag werden größere Kontingente von Schwarzenborn aus nach Afghanistan verlegt werden.

Spätestens bis Mitte Februar soll laut Geßner das Verlegen der Truppe abgeschlossen sein. Seinem Kommando wird der insgesamt 700 Mann starke Verband unterstehen. Einsatzschwerpunkt der Soldaten wird bis August in der Provinz Baglan, südlich von Kundus sein. Nach Einschätzung von Geßner ist die Lage dort weiterhin sehr gefährlich. „Es wimmelt dort von Taliban und Kriminellen“, sagte Geßner. Die allerdings bleiben aufgrund der Stärke ihrer Gegner meist in der Deckung. Stellten sich die Schwarzenborner Soldaten ihrem Afghanistan-Einsatz vor zwei Jahren noch überwiegend den Taliban im Gefecht, so hat sich deren Strategie inzwischen geändert. „Wir müssen vermehrt mit Sprengstoffanschlägen und Selbstmordattentaten rechnen“, erklärte Geßner.

Auch die Aufgabe der Schwarzenborner Soldaten hat sich geändert. Waren sie vor zwei Jahren noch als militärische Feuerwehr im Norden Afghanistans unterwegs, setzt das Ausbildungs- und Schutzbataillon auf das sogenannte Partnering: eine Mischung aus Ausbildung mit afghanischen Sicherheitskräften, aber auch kämpfendem Einsatz in der Fläche. Geßner: „Unser Auftrag ist es, mit afghanischen Kollegen in der Region Baglan für Stabilität zu sorgen.“

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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