Traumfänger-Varieté: Atemberaubende Jonglagen, Slapstick und Seifenblasen-Zauber

Akrobaten erobern das Zelt

Fängt Träume ein: Gastgeber Brian O’Gott (unten rechts) hat fürs Kulturzelt-Varieté hochkarätige Artisten um sich versammelt. Collage: zhf

WOLFHAGEN. Jeder hat als Kind schon einmal davon geträumt zu fliegen. Die sechs Artisten, die am Montag, 3. Juni, ab 20 Uhr zum Traumfänger-Varieté ins Kulturzelt kommen, haben diesen Traum auf ihre ganz eigene Weise umgesetzt.

Das hat auch der Kasseler Kult-Comedian Brian O’Gott erkannt und als Gastgeber der Abends in Sachen Künstlerwahl wieder ein glückliches Händchen bewiesen. Das ist Wolfhagen von ihm schon gewohnt, hat er sich durch seine United-Nonsens-Abende im Kulturladen und jüngst mit der Varieté-Nacht zum Branchenfenster längst einen Namen gemacht, die Messlatte damit allerdings auch sehr hoch gelegt.

Dank Martin Mall, Tatiana Konobas, Sante Fortunato, Tommy Noddy, Cecilia Hedlund und Rainer Stanke dürfte O’Gott den Erwartung spielend gerecht werden, denn mit ihnen versammeln sich im Kulturzelt einige der Besten, die auf internationalen Bühnen unterwegs sind. Tatiana Konobas etwa hat ihre Kunst von der Pike auf gelernt, entstammt der Circus-Schule in Kiew, gewann 2010 das interantionale Zirkusfestival in Budapest, und sogar der fantastische Cirque du Soleil verlieh ihr einen Sonderpreis für die innovativste Zirkusdarbietung. In „Nostalgie“ erzählt sie eine Geschichte von Traurigkeit, Liebe und Vergnügen. Wie das zusammenpasst, zeigt ihr unvergleichlicher Mix aus Akrobatik, Balance und Jonglage.

Letzteres ist auch Martin Malls Steckenpferd, der statt Bällen allerdings Diabolos durch die Luft tanzen lässt, mittels neuartiger, selbst-leuchtender Requisiten sein Spiel im abgedunkelten Raum sichtbar macht. Seine preisgekrönte Show ist derart rasant, dass sein Diabolo zum Finale sogar in Rauch aufgeht.

Nicht minder staunen dürfte das Publikum, wenn Rainer Stanke sein Reck auf die Bühne fährt, um eine Mischung aus Slapstick und gewagter Akrobatik zu präsentieren. olympische Disziplinen will er nicht demonstrieren, vielmehr lässt er das Klopfen eines widerspenstigen Teppichs zu einem ganz besonderen Erlebnis werden. Klassischer wird es, wenn Cecilia Hedlund akrobatisch auf Stühlen in schwindelerregende Höhen aufbricht, Sante Fortunato aus Kanada die Hula-Hoops kreisen lässt oder Tom Noddy, Alt-Hippie aus Kalifornien, Seifenblasen gen Kulturzelthimmel schickt.

Quelle: HNA

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