Aktionsgemeinschaft weiter gegen die A 49

Kirchheim/Schwalmstadt. Nach dem Baustopp-Aufruf zur A 49 von Bündnis 90/Die Grünen hat sich auch die Aktionsgemeinschaft Schutz des Ohmtals zu Wort gemeldet. Sie kritisiert den Weiterbau.

Erstens gehe es darum, Flächen zu schonen, zurzeit würden in Hessen täglich durch Verkehrs- und Siedlungsflächen drei Hektar Grund in versiegelte Fläche verwandelt.

Weiter beklagen die A 49-Gegner die „Zerschneidungswirkung“. Besonders Autobahnen führten zu einer stetigen Verkleinerung von Lebensräumen, Ökologen warnten vor den Folgen. Durch neue Straßen würden Emissionen zunehmen, und Streusalz müsse unabhängig von der Anzahl der Fahrzeuge gestreut werden. Außerdem sei es nicht zutreffend, dass die A 49 allgemein zur Lärmreduktion beitrage, da ihre Zubringer durch die bevölkerungsreichsten Orte Treysa, Stadtallendorf und Homberg/Ohm führen würden. Somit würde eine Personengruppe ent-, die andere belastet.

Wirtschaftlich sei es zutreffend, dass nahe Autobahnauffahrt einen gewissen Vorteil darstellen. Eine Sicherung oder Schaffung von Arbeitsplätzen durch Autobahnbau habe sich nicht nachweisen lassen.

Laut der Initiative ist die Kostensteigerung außerdem zu hoch: Von 2003 veranschlagten 335 Millionen Euro seien die Schätzungen nun auf 570 Millionen Euro gestiegen. (aqu)

Quelle: HNA

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