Herbstsynode des Kirchenkreises zog Bilanz und diskutierte neue Ideen

Aktiv in der Lebensmitte

Kirche im Licht: Am Mittwoch tagten in Lingelbach die Synodalen des Kirchenkreis Ziegenhain. Sie befassten sich unter anderem mit der Silbernen Konfirmation. Foto: privat/nh

Schwalm. Die Herbstsynode des Kirchenkreises Ziegenhain tagte am Mittwochabend in Lingelbach, am Rande des Vogelberges und des Kirchenkreises Ziegenhain gelegen. Sie begann mit einem Gottesdienst in der Kirche unter der Leitung von Pfarrerin Karin Schwalm (Olberode). Im frisch renovierten Gemeinde- und Dorfgemeinschaftshaus begrüßte anschließend der Ortsvorsteher dieses Alsfelder Stadtteils, Uwe Stein, die 116 Gäste zu ihrer Tagung.

Dekan Christian Wachter erinnerte in seinem Bericht an besondere Ereignisse im Jahresverlauf. Der beiden Kriegsanfänge im vergangenen Jahrhundert und der Grausamkeit der aktuellen Kriege sei in Veranstaltungen gedacht worden, unter anderem mit der Anbringung der Bronzetafel mit der Stalingradmadonna von Kurt Reuber in Loshausen, unlängst im Beisein des Bischofs.

Dekan Wachter verwies auf den Katechismuspfad, der fünf Gemeinde im Kirchenkreis verbinde, um Ziegenhain als Gründungsort der Konfirmation vor 475 Jahren mit einer Ausstellung und Veranstaltungen ins Bewusstsein zu rücken. Der Dekan dankte allen haupt- und ehrenamtlichen Helfern der verschiedenen Veranstaltungen.

Die Synode diskutierte besonders über den Vorschlag, die Silberne Konfirmation als Möglichkeit für Gemeindearbeit in der Lebensmitte zu entdecken. Dekan Wachter stellte einen Relevanzverlust von Kirche im Leben von Familien fest und sprach deren Terminkonflikte an.

Er forderte die Mitarbeitenden in den Gemeinden auf „für seelsorgerliche und stärkende Qualität von Veranstaltungen sorgen“.

Ulrike Brenzel im Ruhestand

In diesem Jahr sei die langjährige Dekanatssekretärin Ulrike Brenzel (Ziegenhain) nach 14 Jahren in den Ruhestand verabschiedet und als Nachfolgerin Daniela Guntermann (Asterode) eingestellt worden. Gemeinsame Stellen in der Jugendarbeit wurden eingerichtet: Janine Riemenschneider (im Kirchenkreis und der Melanchthon-Schule), Detlef Jacob: tätig in Ziegenhain, Neukirchen und im Kirchenkreis. Derzeit suche der Kirchenkreis ehrenamtlich Mitarbeitende zur Neugestaltung der Homepage.

Die Kreissynode Ziegenhain forderte die Landeskirche dazu auf, einen Fonds einzurichten, der die Gemeinden bei Maßnahmen zur Inklusion unterstütze. Ein weiterer Beschluss forderte, die Kosten für die Freistellung der Mitarbeitenden-Vertretung im Kirchenkreis zu übernehmen. Dazu Dekan Wachter: „Das ist eine genuine landeskirchliche Aufgabe.“

In einer Zwischenbilanz wurde zum Abschluss der vierstündigen Tagung auf die Erträge des freiwilligen Gemeindebeitrag hingewiesen. Waren im vergangenen Jahr 51 000 Euro zusammen gekommen, läge der Spendenstand derzeit bei 26 000 Euro.

Die Synodalen äußerten sich insgesamt optimistisch, bis zum Jahresende erneut den Vorjahreswert zu erreichen. (syg)

Quelle: HNA

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