1858 Besucher zieht die Gemeinde Malsfeld pro Monat auf ihre Internetseiten

Für Aktualität fehlt Geld

Malsfeld. 562 000 Einträge liefert die Suchmaschine Google zum Stichwort Malsfeld. Gelistet sind etwa das Hessische Löwenbier und das Logistikunternehmen Geodis im Gewerbegebiet der Fuldagemeinde. Dabei bringt es das Löwenbier wiederum selbst auf 3380 und Geodis auf 1,36 Mio. Einträge.

An erster Stelle der Suchergebnisse aber steht die Gemeinde selbst. Ihr Informationsangebot hält vom ärztlichen Notdienst über Ansprechpartner im Rathaus bis hin zu Grillhütten in den Dörfern jede Menge Basisinformationen bereit.

Rathauschef Herbert Vaupel begrüßt die Besucher auf der Startseite und zeigt gleich auf die Öffnungszeiten der Verwaltung. Oben auf der Startseite vermitteln Bilder eine große Vielfalt der zurzeit 4314 Einwohner starken Gemeinde: Sie zeigen ein Autobahnschild mit dem zukunftsweisenden Gewerbegebiet Ostheim im Hintergrund, die Fuldanixe mit Touristen, die Landschaft mit einem Ausschnitt der Landstraße in Richtung Malsfeld mit Blick auf den Wildsberg sowie den Lindenplatz am Ortsrand von Sipperhausen und das Korbmachermuseum in Beiseförth als Symbole für Traditionsstärke.

„Ein Mehr ist wünschenswert, aber im Zuge der Haushaltskonsolidierung nicht drin.“

Herbert Vaupel

Ein Veranstaltungskalender kündigt bereits die ersten Weihnachtsmärkte an. Doch der Kalender erhebt weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf Aktualität, erklärt Bürgermeister Herbert Vaupel. Angesichts der defizitären Haushaltslage könne die Gemeinde es sich nicht leisten, Personal mit der permanenten Pflege des Internet-Auftritts zu betrauen. Das gilt auch für andere Aktivitäten im Netz wie etwa der Weiterentwicklung von Einträgen bei der freien Enzyklopädie Wikipedia, die beispielsweise die Einwohnerzahl der Gemeinde noch mit 4066 angibt.

„Ein Mehr ist wünschenswert, aber im Zuge der Haushaltskonsolidierung nicht drin“, beschreibt Herbert Vaupel die Situation in Sachen Internet-Präsenz. So müssen die Besucher – nach Angaben der Verwaltung sind dies 1858 pro Monat – damit leben, dass es beispielsweise keine Verwaltungsformulare zum Ausdrucken am heimischen Rechner gibt.

Sie müssen aber auch hinnehmen, dass einige Informationen hoffnungslos veraltet sind. Da kündigt die Gemeinde beispielsweise unter dem Stichwort Radwege an, sie werde zusammen mit der Nachbargemeinde Morschen eine Radler-Seilbahn über die Fulda bauen – die Seilbahn allerdings gibt es längst.

Von Lorenz Grugel

Quelle: HNA

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