Großübung überrascht Homberger

Vorbereitungen für den Übungseinsatz: Mit gegenseitiger Hilfe legten die Feuerwehrleute Schutzanzüge an.

Homberg. Ein Alarm in den Abendstunden sorgt Ende vergangener Woche in Homberg für einige Aufregung. Aber nicht nur die Menschen in der Kreisstadt, auch die Helfer von Feuerwehr, THW und Deutschen Rotem Kreuz wussten nicht, warum sie zur ehemaligen Ostpreußen-Kaserne gerufen wurden.

Dort stellte sich dann aber heraus, dass es sich um eine nicht angekündigte Großübung der Feuerwehr Homberg handelte, an der auch Helfer aus anderen Kreisteilen beteiligt waren.

Angenommen worden war, dass in der Homberger Kaserne ein Übergangswohnheim brannte. Da die Übung unter möglichst realen Bedingungen ablaufen sollte, spielten 20 Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr Homberg die Rolle von Verletzten.

Das Gebäude war komplett unter Rauch gesetzt worden, so dass man es über das Treppenhaus oder Leitern nur mit Atemschutz betreten konnte. Außerdem wurde in diesem Szenario vermutet, dass sich im Keller noch Altlasten der Bundeswehr befinden.

Um 18 alarmierte die Zentrale Leitstelle die Homberger Feuerwehren. Da die Dämmerung einsetzte hatte, wurden das Technische Hilfswerk aus Homberg und aus Fritzlar gerufen, um die Einsatzstelle zu beleuchten.

Das Rote Kreuz aus Felsberg und Schwalmstadt traf mit 20 Helfern ein. Sie bauten Zelte und Liegen für die Erstversorgung der Opfer auf.

Um genügend Löschwasser zur Verfügung zu haben, wurden von den Feuerwehren Homberg und Knüllwald zwei lange Schlauchleitungen aufgebaut. Nachdem ein Messtrupp aus Guxhagen eingetroffen war und sich herausstellte, dass sich im Keller radioaktives Material befand, wurden die Strahlenschutz-Abteilungen aus Fritzlar und Schwalmstadt gerufen.

Hombergs Stadtbrandinspektor Jörg Rohde hatte die Übung organisiert, sein Stellvertreter Mirko Ringat hatte die Einsatzleitung.

Mit dem Verlauf der Übung, an der 253 Helfer teilnahmen, war die Einsatzleitung zufrieden. Die Zusammenarbeit zwischen den Hilfsorganisationen habe reibungslos funktioniert. In einer Nachbesprechung für die Führungskräfte soll das Konzept für den Einsatz bei solchen Großereignissen verfeinert werden. (red)

Quelle: HNA

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