115 Einsatzkräfte vor Ort

Feuerwehrübung in Melsungen: Brand und Ammoniakwolke Teil des Szenarios

+
Alarmübung der Feuerwehr an der Edeka-Zentrale: Das Szenario für die Feuerwehren war ein Brand in einem Betriebsgebäude mit mehreren vermissten Personen und einem Ammoniak-Austritt.

Melsungen. 115 Feuerwehrleute aller Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Melsungen, der Betriebsfeuerwehr Edeka und der Werkfeuerwehr B. Braun übten am Freitagabend auf dem Edeka-Gelände.

Die Feuerwehren Obermelsungen und Adelshausen wurden alarmiert. Allerdings gab es den Sirenenalarm für Adelshausen durch einen technischen Defekt an dem Alarmgerät erst acht Minuten später. Wenige Minuten nach dem Alarm trafen die ersten Einsatzkräfte aus Obermelsungen mit Wehrführer Thorsten Schmidt, der auch die Einsatzleitung übernahm, auf dem Werksgelände ein.

Er wurde von den Einsatzkräften der Betriebsfeuerwehr eingewiesen und ließ den Gefahrstoffzug Melsungen und die restlichen Wehren der Stadt alarmieren. Im Einsatzleitwagen der Werkfeuerwehr B. Braun etablierte sich die Übungsleitung. Auf dem Dach war eine kleine Wetterstation aufgebaut, um die Windrichtung festzustellen und die Temperatur zu messen - wichtige Angaben für die Ausbreitung der angenommenen Ammoniakwolke.

Mehrere Einsatzabschnitte wurden gebildet, um den Einsatz auf dem weitläufigen Gelände zu bewältigen. Von der Pfieffe wurde eine 300 Meter lange Löschwasserleitung aufgebaut. Alle vermissten Personen konnten gerettet werden. Dazu waren 15 Atemschutzgeräteträger und vier Feuerwehrleute mit Chemikalien-Schutzanzügen eingesetzt worden. An einem Not-Dekontanimationsplatz wurden die Feuerwehrleute und die Geretteten oberflächlich gereinigt.

Die Bilanz

Eine so große Übung verlangte vor allem von den Führungskräften viel Übersicht: Das war optimal. Besonders gut war die Zusammenarbeit der Feuerwehren der Stadt Melsungen, der Betriebsfeuerwehr der Edeka und der Werkfeuerwehr B. Braun Melsungen.

Das Szenario

Stadtbrandinspektor Frank Ebert und die Leiterin der Edeka-Betriebsfeuerwehr Sabine Knoth hatten die Großübung ausgearbeitet. Übungsannahme war, dass es bei Reparaturarbeiten in einem Gebäude zu einem Brand in dem mehrstöckigen Betriebsgebäude über dem Tiefkühllager gekommen war. Mehrere Personen waren vermisst. Dann stellte die Betriebsfeuerwehr fest, dass auch Ammoniak ausgetreten war.

Quelle: HNA

Mehr zum Thema

Kommentare