Jungtier wiegt fünf Kilogramm

Alexa ist da: Nachwuchs bei den Bären im Wildpark Knüll

Gestatten, Alexa: Das Bärenjunge wurde vermutlich im Januar im Wildpark Knüll geboren. Entdeckt wurde es erst vor ein paar Tagen, als Bärenmutter Onni aus der Winterruhe kam und nicht mehr allein in ihrem Stall war. Foto: Yüce

Schwalm-Eder. Der Wildpark Knüll hat eine neue Bewohnerin: Braunbärin Onni hat Nachwuchs bekommen.

Jungbärin Alexa ist vermutlich im Januar geboren. „Als Onni aus der Winterruhe kam, war sie jedenfalls nicht alleine", sagt Tierpflegerin Elisabeth Lochner.

Da während der Winterruhe Störungen möglichst vermieden werden sollen, gab es nur unregelmäßige Kontrollen bei den Braunbären Onni und Balu, erklärt der Leiter des Wildparks, Dr. Wolfgang Fröhlich.

Braunbären bekommen ihre Jungtiere während der Winterruhe. „Sie haben meist ein Geburtsgewicht von 300 bis 600 Gramm und nehmen relativ schnell an Gewicht zu“, so Fröhlich weiter. Auch Alexa hat bereits kräftig zugelegt - etwa fünf Kilogramm bringe sie auf die Waage und sei somit recht propper, sagt die Tierpflegerin.

Die Freude über den Nachwuchs bei den Bären und darüber, dass Onni sich so gut um ihr Junges kümmert, ist groß im Wildpark. Denn 2012 hatte die eigentlich - mit nun insgesamt sieben Geburten - erfahrene Onni ihren Nachwuchs nach einigen Wochen abgelehnt. Obwohl man Onni seither Verhütungsmittel gegeben habe, sei sie nun trächtig geworden. „Da sie bislang immer drei Jungtiere zur Welt brachte, gehen wir davon aus, dass die Verhütung in diesem einen Fall fehlgeschlagen ist“, sagt Fröhlich. „Es ist eine unerwartete, aber tolle Überraschung“, sagt Vize-Landrat Winfried Becker.

Die Gäste des Wildparks müssen sich allerdings noch etwas gedulden, bis sie Alexa zu Gesicht bekommen, denn noch ist die Jungbärin wacklig auf den Beinen und lernt erstmal ihre Behausung und die direkte Umgebung kennen. Dennoch könne eine kleine Chance bestehen, die Bärin zu sehen. Onni werde sie in den nächsten Wochen von Zeit zu Zeit mal ins Freie des Vorgeheges holen, sich zum Säugen und Ruhen aber in die Bärenbox zurückziehen, sagt Fröhlich.

Hintergrund: Drillinge erfolgreich vermittelt

Im März 2012 waren im Wildpark Knüll zwei Jungbären eingeschläfert worden, nachdem der erste Bär des Wurfes bereits in der Woche zuvor gestorben war. Nach Auskunft der Verantwortlichen waren die Bärendrillinge von ihrer Mutter Onni nicht ausreichend versorgt worden. Innerhalb von zwei Wochen seien sie von acht auf ungefähr zwei Kilo abgemagert. Möglicherweise sei Onni so mit ihren älteren Drillingen beschäftigt gewesen, dass sie sich seit Ende der Winterruhe zu wenig um die Kleinen kümmerte, hieß es damals. Die älteren Drillinge sind mittlerweile nicht mehr im Wildpark, sie wurden wie geplant erfolgreich an andere Parks vermittelt.

Quelle: HNA

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