Vielfach Vorbestrafter akzeptiert nun doch sein Urteil

Alkohol auf dem Mofa: Fahrer muss ins Gefängnis

Ziegenhain. Zurückgenommen hat ein 49-jähriger aus dem Altkreis Ziegenhain seine vor dem Marburger Landgericht eingelegte Berufung. Wegen Trunkenheit im Verkehr war er im Mai 2010 vom Amtsgerichts Schwalmstadt zu einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe ohne Bewährung verurteilt worden.

Am Freitag hat er zur Zeit arbeitslose Mann damit das Urteil akzeptiert. Die Strafe muss er jetzt absitzen, obwohl er bereits bei seiner Verurteilung in Treysa lebhaft versichert hatte, keinen Alkohol mehr trinken zu wollen.

Vor seiner Berufungsverhandlung kündigte er die Aufnahme einer entsprechenden Therapie wiederum an. Der Mann, der schon seit langer Zeit keine Fahrerlaubnis mehr besitzt, war im November 2009 trotz erheblichen Alkoholgenusses abends mit seinem führerscheinfreien Mofa Roller im Altkreis unterwegs. Fahruntüchtig kam er mit dem Zweirad von der Fahrbahn ab und stürzte. Die anschließend von der Polizei veranlasste Blutprobe ergab einen Wert von über zwei Promille.

Trotz seines Geständnisses hatte das Gericht den Mann zu einer Gefängnisstrafe ohne Bewährung verurteilt: Der 49-Jährige ist mehr als zehn Mal vorbestraft, er ist für auch für mehrere Alkoholdelikte verantwortlich.

Strafverschärfend wertete das Gericht, dass der 49-jährige die Tat in einer laufenden Bewährung und nur wenige Tage nach einer Verurteilung wegen eines andern Alkoholdeliktes begangen hatte. Weil er auf Grund der Vorgeschichte und der Vorstrafen sowieso keine Chancen mehr auf einen Führerscheinerwerb hat, ordnete das Amtsgericht keine Fahrerlaubnissperre an.

Quelle: HNA

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