Alle Fritzlarer Stadtteile sind im Dorferneuerungsprogramm 

Beratung: Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat berät sich unter anderem mit Ortsvorstehern.

Fritzlar. Die zehn Fritzlarer Stadtteile sollen schöner werden. Oder zumindest können sie das. Ideen dafür sind da - und vor allem bald auch das Geld. Denn die Dörfer sind gemeinsam im Dorferneuerungsprogramm, und allein für die kommunalen Projekte gibt es Fördergeld in Höhe von 1,5 Millionen Euro.

Die Stadt gibt weitere 30 Prozent dazu, so dass man bei 2,1 Millionen Euro ist, die in die Entwicklung der Stadtteile fließen werden.

Die Rundgänge sind mittlerweile abgeschlossen. Dabei wurde ausgelotet, welche Stärken und Schwächen die Stadtteile haben. Es sei nicht möglich, dass alle zehn profitieren, sagt Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat. Zudem seien Orte wie Rothhelmshausen, Cappel und Haddamar gefördert worden.

Vorhandene Gebäude nutzen

"Züschen ist der größte Stadtteil und hat kein Dorfgemeinschaftshaus", so Spogat. Deshalb sei es nun ein Schwerpunkt der Arbeit, eine Lösung für dieses Problem zu finden. Ein Architekturbüro solle eine Kostenschätzung abgeben und zwei bis drei Alternativen prüfen. Eine Idee sei es, das Gemeindezentrum zu nutzen. Ein Neubau komme nicht in Frage. "Wir wollen vorhandene Gebäude nutzen", so Spogat. Außerdem wolle man einen Überblick über den Zustand aller Dorfgemeinschaftshäuser und Mehrzweckhallen bekommen. Dabei gehe es vor allem um mögliche energetische Sanierungen.

Zudem sollen das Leerstandsmanagement, die Öffentlichkeitsarbeit und auch das Ehrenamt angeschoben werden. So soll die Homepage der Stadt attraktiver und noch informativer werden - alle Stadtteile sollten sich dort präsentieren. "Geschichte ist wichtig, aber wir müssen noch mehr bieten und zeigen, dass wir lebendig und vital sind", erklärt Spogat. Schließlich habe die Internetseite Werbewirkung.

Für die Ehrenamtsarbeit suche man nach einer Art Vereins-Kümmerer. "Jemanden, der die Vereine berät und unterstützt", so Spogat. So wolle man die Vereinsarbeit unterstützen. Und auch der Jugend wolle man mehr anbieten, etwa mit einer Mountainbikestrecke. Die könne in der Nähe von Geismar, aber nicht im Wald, entstehen.

Zwar sei jetzt das Geld für die Projekte noch nicht da, doch würden die Arbeitskreise schon jetzt aktiv. "Alles, was kein Geld kostet, kann bereits erarbeitet werden. Wenn das Geld fließt, kann es dann gleich losgehen", nennt Spogat einen Grund dafür.

Auch Privatleute hätten die Dorfentwicklung bereits genutzt. 784.000 Euro und somit 30 Prozent seien ausgezahlt worden. 72 Beratungen für private Investoren habe es in den vergangenen sieben Monaten gegeben. Mit dieser Bilanz zeigt sich Spogat zufrieden.

Quelle: HNA

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