Johanna Schiller (20) absolviert ein Freiwilliges Soziales Jahr – Nachfolger wird gesucht

Alle lernen sportlich dazu

Bietet an drei Nachmittagen Angebote für den Nachwuchs an: Johanna Schiller aus Treysa absolviert ihr Freiwilliges Soziales Jahr beim Sportverein in Gilserberg. Foto: Rose

Gilserberg. Die Kinder im Hochland sind echte Sportskanonen: Zu verdanken haben sie das einem engagierten Sportverein, dem TSV Gilserberg. Seit fünf Jahren leistet sich der Verein für das Fitnesstraining des Nachwuchses eine eigene Mitarbeiterin – in der Region gibt es das weit und breit nicht. Johanna Schiller macht ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Der TSV ist eine anerkannte Einsatzstelle.

„Wir haben in der Zeitung gelesen, dass der Melsunger Sportverein eine Stelle anbietet und fanden die Idee sofort gut“, erklärt Frank Siesenop von der Rad- und Laufgruppe des Vereins. Finanziert wird die Stelle komplett vom TSV, „und zwar aus den Einnahmen des Kellerwaldbike-Marathons“, erklärt Siesenop. Die Abwicklung erfolgt über die Sportjugend Hessen. Vom Projekt profitieren durch eine Kooperation auch die Grundschule und der Kindergarten, Johanna Schiller ist dort vormittags im Sport- und Turnunterricht dabei.

„Das hat mir besonders am Anfang geholfen, um die Kinder besser kennen zu lernen“, erzählt die 20-Jährige aus Treysa.

Noch bis Ende August bietet die junge Frau an drei Nachmittagen in der Woche Turnen und Volleyball für Kinder unterschiedlicher Altersgruppen an. Innerhalb des Freiwilligen Sozialen Jahres qualifiziert sich Johanna Schiller weiter: In Seminaren der Sportjugend erwirbt die 20-Jährige eine Übungsleiter-Lizenz.

Nach dem Abitur hatte sie sich bewusst für das Jahr entschieden: „Ich habe es für mich auch als Chance der beruflichen Orientierung gesehen.“

Sicher, man sollte als Voraussetzung für das FSJ beim TSV am besten auch selbst Sport treiben. Was ihr entgegenkomme sei, dass sie sich viel selbst einbringen könne: „Ich kann die Sportangebote weitestgehend selbst gestalten. Natürlich gehe ich besonders auf die Wünsche der Kinder ein.“

Neben Ball- und Wurfspielen ist Volleyball gefragt, aber auch die Bereitschaft, Sportarten wie Badminton zu testen. Betreuer ist Frank Siesenop: Ein Mal in der Woche setzt er sich mit seiner früheren Schülerin (Siesenop ist Schulleiter des Schwalmgymnasiums) zusammen, um Organisatorisches mit ihr abzustimmen. Auch in anderen Bereichen des TSV ist Johanna Schiller eingebunden: „Ich habe beim Bike-Marathon mitgeholfen. Das hat mir sehr gut gefallen.“

Nach fast einem Jahr FSJ ist die 20-Jährige sich auch klarer in ihrem Berufswunsch. „Die Arbeit mit Kindern gefällt mir. Ich werde wohl etwas im Sozialen Bereich machen.“ Siesenop und der ganze TSV wünschen sich, dass sich ab September wieder ein junger Mensch im Verein engagiert.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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