Positive Finanzlage in der Dom- und Kaiserstadt auch 2013

Alle sind ein wenig stolz

Fritzlar. Das Mittelzentrum Fritzlar ist auf einem guten Weg. Da waren sich die Stadtverordneten am Freitagabend einig. Grund dafür ist unter anderem die positive Finanzlage mit einem Schuldenstand von 15,4 Millionen Euro und einem ausgeglichenen Haushalt für 2013.

Das sind Zahlen, von denen andere vergleichbare Städte in der Region nur träumen können. Hans-Gerhard Heil (CDU) sprach denn auch in der Debatte des Haushaltsentwurfs von einer Sonderrolle Fritzlars.

Andere Kommunen kröchen „verzweifelt unter den Rettungsschirm des Landes“, müssten Steuern und Gebühren für ihre Einwohner teils drastisch erhöhen. Davon sei Fritzlar weit entfernt. Vielmehr investiere die Stadt weiter, zum Beispiel in einen neuen Kindergarten, in die Umgestaltung von Marktplatz und Museum, in den Stadtteilen mit dem Dorferneuerungsprogramm. „Man vertraut der Stadt“, resümierte Heil, der Fritzlar weiterhin gute Perspektiven bescheinigte.

Es gebe für die Kommunalpolitiker in Fritzlar Gründe genug, „ein wenig stolz“ zu sein, sagte für die SPD Gerlinde Draude. Sie lobte die interkommunale Zusammenarbeit, durch die sich viel bewegt habe, ob bei den aktiven Kernbereichen oder im Industriegebiet. Auch die Fusion mit der Elektrizität Waldeck-Frankenberg (EWF) sei richtig gewesen.

Für die Zukunft wünschte sie sich, ein stabiles Gesamtkonzept für die Kinderbetreuung zu entwickeln. Ein Problem seien noch die Ferienzeiten, in denen es an Betreuungsangeboten fehle. Auch die Versorgung mit schnellem Internet sei ein Bereich, in dem es noch viel zu tun gebe.

Die finanzielle Lage der Kommunen im Landkreis, die vor zehn 15 Jahren noch vergleichbar gewesen sei, habe sich völlig verändert, sagte Peter Kuttelwascher (B90/Grüne). „Wir müssen froh sein, dass es uns so gut geht“, betonte er. Es habe auch Glück dazu gehört, etwa beim Erhalt des Bundeswehrstandortes und dem Ausbau des Krankenhauses.

Wie beliebt Fritzlar sei, zeige auch der Bauboom, gerade in der Kernstadt: Überall entstünden neue Wohnquartiere, das schaffe vielfältiges urbanes Leben.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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