Alle wollen zum Ostergarten: Passion und Auferstehung Jesu

Mit allen Sinnen erleben: Monika Sinning, Inge Rubik und Heike Schade (von links) bei der ersten Station des Ostergartens, dem Einzug Jesu in Jerusalem.

Oberbeisheim. Ab Sonntag öffnet der Ostergarten in Oberbeisheim seine Pforten. In neun Stationen wird die Ostergeschichte von Jesu erzählt. Mit allen Sinnen können Besucher Sterben und Auferstehung Jesu nachempfinden.

Osterhasen, Eier und eine bunte Wiese finden die Besucher des Ostergartens in Oberbeisheim nicht. „Was hat das dann eigentlich mit Ostern zu tun?“, fragte ein Junge. „Der Ostergarten soll die Ostergeschichte von Jesu bekannt machen“, erklärt Monika Sinning die Bedeutung des Gartens.

Das Leiden und Auferstehen von Jesu darzustellen und mit allen Sinnen anzusprechen, ist das Ziel der Evangelischen Gemeinschaft Oberbeisheim, die den Ostergarten initiiert hat.

Man höre viel von anderen Religionen, zum Beispiel dem Islam, aber die Geschichte des Christentums verschwinde immer mehr aus den Köpfen der Menschen, bedauert Heike Schade. In der Scheune auf ihrem Hof im Knüllwalder Ortsteil wurde der Ostergarten gestaltet.

Neun Stationen schildern die Ostergeschichte - vom Einzug Jesu in Jerusalem, dem Passahmahl, über die Kreuzigung bis zur Auferstehung.

Die einstündige Führung soll den Teilnehmern die Möglichkeit geben, sich mit den religiösen Inhalten auseinanderzusetzen. Wer möchte, kann sich beim Gang durch den Ostergarten auch mit seinen Sorgen und seiner Schuld auseinander setzen. „Zu Beginn bekommt jeder Besucher einen Stein, den man dann symbolisch am Kreuz ablegen kann“, erklärt Inge Rubik. Es sei jedem selbst überlassen, ob er das tun möchte.

Im vergangenen Jahr hat die Gemeinschaft nur positive Erfahrungen mit dem Ostergarten gemacht. „Die Besucher waren beeindruckt, bewegt, und auch dankbar, die Ostergeschichte auf diese Weise erfahren zu können“, berichtet Monika Sinning. Dass der Ostergarten aber so ein Erfolg wird, hätte niemand gedacht.

Im vergangenen Jahr besuchten 1400 Personen den Ostergarten, alle Führungen waren ausgebucht. „Dieses Jahr sind noch Plätze frei“, berichten die Frauen.

Fotos vom Ostergarten

Ostergarten in Oberbeisheim schildert Passion und Auferstehung Jesu

Schon seit mehreren Wochen haben sie sich auf die Führungen vorbereitet und den Ostergarten gestaltet und dekoriert. Mehr als 20 Personen waren an mehreren Samstagen am Werkeln.

Heike Schade verbrachte viele weitere Stunden im Ostergarten und dekorierte alle Stationen in der ehemaligen Scheune. Sie hatte auch die Idee zum Ostergarten: Bei einem Besuch der Tochter im Schwarzwald, die dort ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvierte, hatten sie einen Ostergarten gesehen. Das war vor zwei Jahren.

„Die Idee gefiel uns so gut, dass wir es auch bei uns umsetzen wollten“, berichtet sie. Die leerstehende Scheune auf ihrem Hof wurde im vergangenen Jahr umgebaut, gestrichen und ein Betonboden gegossen. In diesem Jahr wurde alles verfeinert und perfektioniert.

Vor allem auf die letzte Station sind die Gemeinschaftsmitglieder stolz: Vom dunklen Grab geht es zu einem hell erleuchteten Brunnen, der mit vielen bunten Blumen bepflanzt ist. „Das Wasser symbolisiert das Leben, das uns durch Jesu Tod geschenkt wird“, sagt Monika Sinning. Die letzte Station mache deutlich: Das Leben ist stärker als der Tod. (bas)

Quelle: HNA

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