1867 entstanden erste Fotos von Fritzlar. Wir stellen damals und heute gegenüber – Heute: Die Allee

Die Allee: Türme und Bäume blieben

Im Jahr 1867: Die Allee war deutlich schmaler als heute, sie war als Reit- und Fahrweg konzipiert.

Fritzlar. Es ist ein reichhaltiger Fundus an sehr alten Fotos, die schon 1867 auf Veranlassung des Fritzlarer Landrates Christian-Ludwig Weber entstanden. Er wollte verhindern, dass die historischen Gebäude, die schon damals häufig moderneren Bauten weichen mussten, in Vergessenheit geraten. Daher beauftragte er den Berliner Fotografen August Jablonsky, dessen Bilder im Fritzlarer Stadtarchiv aufbewahrt werden.

Heute stellen wir die Allee von 1867 der von heute gegenüber. Schmal war die markante Straße entlang der grünanlage vor 140 Jahren, hoch und gerade die Bäume an ihren Flanken. Heute ist die Straße dominiert vom motorisierten Verkehr. Es stehen zwar noch Bäume am Straßenrand, allerdings nicht mehr die ursprünglichen Pappeln. Die Fahrbahn ist breiter und asphaltiert, für die Fußgänger gibt es Bürgersteige. Wo im Jahr 1867 eine weitere Baumreihe stand, befindet sich heute ein Parkplatz.

Der Rosenturm und der Grebenturm stehen als Teil der Stadtmauer noch an ihren Plätzen, haben aber jetzt Dächer. Zwischen Allee und Stadtmauer befand sich früher eine doppelte Wallanlage. Sie umzog beinahe die gesamte Stadt, war aber Mitte des 19. Jahrhunderts bereits eingeebnet. Sie diente zuvor der Verteidigung und im Bereich der beiden Türme der Schützengilde als Übungsgelände. Dort wurde der Pferdemarkt veranstaltet, bis er 1963/64 auf den heutigen Festplatz verlegt wurde. Heute ist das Areal als kleiner Park mit Rasen und Sitzbänken gestaltet. (pkx)

Quelle: HNA

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