Alles klar für die Geburt

Entbindungsstation des Hospitals zum heiligen Geist: Tag der offenen Tür

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Sechs Hände und ein Babybauch: Astrid Geisel vom Hospital zum heiligen Geist und das Ehepaar Katja und Manuel Schmidt hatten viel Spaß beim Gipsen.

Fritzlar. Beim Anblick der vielen werdenden Mütter am Wochenende im Fritzlarer Hospital zum Heiligen Geist glaubte man kaum, dass es zu wenig Nachwuchs geben könnte. Der Besuch beim Tag der offenen Tür ist auch der Tatsache geschuldet, dass sich die Entbindungsstation wachsender Beliebtheit erfreut.

Mehr als 250 Besucher wurden am Samstag gezählt. Die ersten seien bereits eine Viertelstunde vor dem offiziellen Star um 11 Uhr da gewesen, berichtete Astrid Geisel, Assistentin der Geschäftsführung. Für die meisten Besucherinnen waren der Kreißsaal und die Säuglingszimmer von besonderem Interesse.

Dazu gab es eine Vielzahl von Informationsständen, wo beispielsweise über Ernährung und Yoga für Schwangere informiert wurde. Im Gymnastikraum erhielten die Besucher praktische Unterweisung für eine Rückbildungsgymnastik, das Babyschwimmen im hospitaleigenen Bad war ein Thema sowie das Stillen und die Vorsorgeuntersuchungen.

Interessiert waren die Frauen auch am Thema Linderung des Geburtsschmerzes. Seit 2012 erfolgreich ein Lachgas-Gemisch eingesetzt, das die Schmerzen reduzieren soll. Auch an die Zeit, wenn das Baby da ist, wurde gedacht. Experten gaben Tipps für die sichere Beförderung von Kindern im Auto. Die beiden Frauenärzte, Tatjana Braun und Wolfgang Kersting, sowie das gesamte 14-köpfige Team der Hebammen standen für Gespräche und Informationen zur Verfügung.

Puppenspiel für Kinder 

Für Kinder gab es einen Stand, an dem die Gesichter mit farbigen Motiven verziert wurden, und Katharina Schauer unterhielt die jungen Besucher mit Puppenspielen aus dem Koffer.

Stets großer Beliebtheit erfreut sich das Anfertigen von Gipsabdrücken des Babybauchs. Mit dabei war auch Katja Schmidt aus Bad Wildungen-Wega. Sie wollte ihren Babybauch in Gips verewigen lassen, denn der Tag der offenen Tür war auch der errechnete Entbindungstermin. Aber die werdende Mama wirkte ebenso entspannt wie Ehemann Manuel. Der Nachwuchs machte zwar noch keine Anstalten, das Licht der Welt zu erblicken, aber der Notfallkoffer war trotzdem griffbereit im Auto verstaut.

In Zeiten, in denen immer häufiger geburtshilfliche Stationen in Krankenhäusern der Region Nordhessen schließen, hat auch die Entbindungsstaionen in Fritzlar immer mehr Zulauf. Nahezu 500 Geburten werden am Hospital zum heiligen Geist jährlich begleitet. Das Krankenhaus sei darauf bedacht, die langjährige Tradition der Geburtsstation zu erhalten, sagte Astrid Geisel.

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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