Sketche, Lieder und Geschichten: Im Bürgerhaus wurde reichlich Platt gebabbelt

Alles Mundart, oder was?

Gudensberg. Ein ganzer Nachmittag voller Geschichten, Lieder und Dialoge auf Nordhessisch: Am Sonntag wurde im Bürgerhaus von Gudensberg reichlich Mundart geschwätzt.

„Wer kimmet dann do“, hieß es, und es waren einige, die gekommen waren. Der Männerchor von Gleichen, Schauspieler Thomas Hof und „Liesbeth und Mariechen“, alias Bettina Pfannkuch und Marianne Stork sorgten für Unterhaltung.

Roland Siebert, Vorsitzender der Gesellschaft für Nordhessische Mundart, trug mit seinen Geschichten, „die so oder so ähnlich passiert sind“, wie er sagte, zum Dorftratsch und zur guten Stimmung im Saal bei. Mal auf Platt, mal auf Hochdeutsch wurde er sogar politisch und berichtete von der „Schwarz-roten Farbenlehre in Altenritte“.

Auf den neuesten Stand der Dinge in Gudensberg und in der Welt wurde das Publikum von den „Saubermännern“ gebracht. Walter Pippert und Lothar Martin schwatzten über eine Reise nach Venedig, von den Kunstwerken der Grudda (gemeint war die Künstlerin Carin Grudda, die im vergangenen Jahr eine große Kunstausstellung in Gudensberg hatte) und über die Märchenbühne im Stadtpark. Außerdem regten sie das neue Wahlkampfthema des Bürgermeisters an, nämlich eine Seilbahn auf die Obernburg, damit auch die alten Leute mal wieder hoch hinaus kommen.

Unter anderem vom Streit über den Gartenzaun sang der Musiker Jochen Faulhammer. Und worum ist es dabei gegangen? Um nichts weiter als „wechen den Zwerchen“. Begleitet wurde Faulhammer dabei von Christine Weghoff mit dem Akkordeon.

Nach gut einer Stunde Programm auf der Bühne warteten erst einmal Kaffee und ein Kuchenbuffet auf die Zuschauer, bevor der Mundartnachmittag in die zweite Runde ging. (zen)

Quelle: HNA

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