Gemeinsam mit der HLG

Kasernengelände: Stadt Homberg will Areal offensiv vermarkten

Homberg. Alles auf Null: Aus dem Verkauf eines großen Areals der ehemaligen Ostpreußenkaserne in Homberg an die Unternehmensgesellschaft Peter Koch Invest wird wohl nichts. Zumindest erstmal nicht.

Die Stadt werde das Gelände gemeinsam mit der Hessischen Landgesellschaft (HLG) wieder neu vermarkten, sagt Bürgermeister Dr. Nico Ritz auf HNA-Anfrage.

Grund dafür: Der Investor habe zwar nach wie vor Interesse am Standort, allerdings stehe die Finanzierung derzeit nicht auf sicheren Füßen. „Wir werden keine Exklusivität zusichern und sind offen für neue Investoren“, so Ritz.

Kaufen wollte das rund 53.000 Quadratmeter große Gelände die Peter Koch Invest UG, sie wurde von Ex-Bürgermeister Martin Wagner (CDU) als Investor präsentiert. Tätig werden sollte auf dem Areal die Firma Battle Tank Dismantling aus Thüringen als Betreibergesellschaft - ein Panzerverschrotter.

Die Stadtverordneten stimmten nach langen Diskussionen in ihrer Sitzung im Mai für den Verkauf. Nur knapp zwei Monate nach dieser Entscheidung beginnt die Suche nach Investoren von vorne. Nun stehen wieder deutlich mehr als die Hälfte der insgesamt 32,12 Hektar großen Flächen im ehemaligen Kasernengelände zur Verfügung.

Bei dem Areal handele es sich um eine Top-Fläche in dem Gelände, sagt Ritz. Deshalb gehe er davon aus, dass sie vermarktet werden könne. Auch deshalb, weil nun die Bauleitplanung für das Gelände vorliege und Käufern Sicherheit biete. „Alle, die bereits gekauft haben, können endlich tätig werden“, erklärt Ritz. Es könne unmittelbar angefangen werden zu bauen.

Trotz des Rückschlags freut sich Ritz darüber, dass es gelungen sei, mit allen politisch Verantwortlichen konstruktiv und offen zu diskutieren. „Wir haben einen breiten Konsens“, betont Ritz. Das lasse ihn zuversichtlich auf die weiteren Gespräche und Entscheidungen blicken.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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