Hephata-Klinik erweitert Angebot ihrer Beratungsstelle – Hilfe bei Anträgen und Hilfeleistungen

Alltag gestalten mit Epilepsie

Im Beratungsgespräch: Birgit Neif (re.) leistet Hilfestellung in Sachen Epilepsie.

Treysa. Birgit Neif führt seit kurzem die Epilepsieberatungsstelle der Hephata-Klinik in Treysa. Die 52-jährige Sozialarbeiterin ist sowohl in der allgemeinen Sozialarbeit der Fachklinik für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie als auch in der Epilepsieberatung tätig.

„Ich möchte in der Beratung einen Dialog aufbauen. Ich möchte, dass die Betroffenen ihre Geschichte erzählen können, daraus entwickeln sich oft Perspektiven“, sagt Birgit Neif.

Angebot kam rasch

Die Erzieherin, Heilpädagogin sowie Sozialarbeiterin kam im Januar an die Hephata-Klinik, um den Sozialdienst der Klinik zu unterstützen. Schnell wurde ihr jedoch das Angebot gemacht, zusätzlich die Epilepsieberatungsstelle der Klinik zu führen.

Diese ist nun jeden Werktag zu erreichen und wie gehabt für die Betroffenen und deren Angehörige kostenlos, vertraulich sowie auf Wunsch auch anonym. Die Ratsuchenden müssen nicht Patienten der Klinik sein.

„Es ist wichtig, Betroffenen zu vermitteln, dass sie nicht nur schwach sind, sondern auch stark sein und sehr viel geben können“, findet Neif.

Beispielsweise in einer Selbsthilfegruppe, die sich regelmäßig in der Hephata-Klinik trifft und zu der die 52-Jährige den Kontakt vermittelt.

Sie berät zudem auch zu grundsätzlichen Fragen: Wie gehe ich in meiner Familie und an meinem Arbeitsplatz mit der Diagnose um? Was bedeutet das für meine Lebensplanung? Kann ich meinen Job weiter ausüben? Kommt sie allein nicht weiter, stellt die 52-Jährige den Kontakt zu weiterführenden Beratungsstellen wie dem Integrationsamt her. Sie hilft zudem bei Neuanträgen oder Widersprüchen an das Versorgungsamt, um den Grad der Behinderung festzustellen.

Sie unterstützt bei der Beantragung von Hilfsmitteln, wie speziellen Brillen für Epileptiker.

Mit dem Taxi zur Arbeit

Sind Hilfeleistungen und Assistenz im Alltag nötig, braucht ein Betroffener, der aufgrund der Epilepsie nicht mehr selbst Auto fahren kann, beispielsweise regelmäßig ein Taxi, um zur Arbeit zu kommen – auch dann ist Birgit Neif Ansprechpartnerin.

Weitere Themen sind die Anträge für Reha-Maßnahmen und die Vermittlung an Rentenberater, wenn beispielsweise eine Frühverrentung im Raum steht.  (jkö) Foto: privat

Kontakt: Hephata-Klinik, Epilepsieberatungsstelle, Birgit Neif, Tel. 0 66 91/ 18 20 34 und birgit.neif@hephata.com

Quelle: HNA

Kommentare