Alpines Spektakel: Almabtrieb in der Wolfhager Kolonie

Aline Atmosphäre: Hunderte Zuschauer säumten beim Almabtrieb in der Wolfhager Kolonie die Strecke und genossen bei strahlendem Sonnenschein das tierische Spektakel. Fotos:  Michl

Philippinenburg/-thal. Kleines Jubiläum im Wolfhager Stadtteil Philippinenburg und -thal, der als „Kolonie" bezeichnet wird. Denn dort fand inzwischen zum 20. Mal der Almabtrieb statt.

Tage vorher brodelte die Gerüchteküche, dass es eventuell die letzte Veranstaltung dieser Art sein könnte, weil es an Nachwuchs für die Organisation der Veranstaltung mangelt. Werner Döhne: „Davon kann keine Rede sein. Immer nach einem Almabtrieb entscheiden wir gemeinsam mit allen Helfern, ob im folgenden Jahr das Spektakel über die Bühne gehen soll.“

Passend zum Jubiläum fand der Almabtrieb im Goldglanz statt. Nicht gemeint ist damit das goldene Oktober-Bilderbuchwetter, sondern die zwei kleinen Stars der Viehherde, Jungbulle Hunter und die Kälbchendame Jette. Denn am Samstag war Jungzüchter Jannik Döhne zusammen mit seinem Vater Michael mit den beiden reinrassigen Charolais-Rindern bei einer Bundesschau in Leipzig und wurde dort als bester deutscher Jungzüchter mit der Goldmedaille ausgezeichnet.

20 Kälber geboren 

Erfolgreich: Michael Döhne und Sohn Jannik mit den Bundessiegern Jette und Hunter.

Klar war deshalb, dass nicht wie in der Vergangenheit die Leitkuh Kitty die Herde von der Sommerweide zurück in den Stall führt, sondern die beiden Bundessieger mit der erfahrenen Ehla von Martin Giese an der Seite.

Michael Döhne hatte Anfang Mai 20 Charolais-Rinder auf die Sommerweide am Fuße des Isthaberges aufgetrieben, die dort bei Wind und Wetter bis zum jetzigen Abtrieb blieben. Zurück in den Stall marschierte jedoch die doppelte Anzahl Tiere, denn während der Sommerfrische erblickten auf der Weide 20 Kälbchen das Licht der Welt. Darunter auch Bulle Hunter und Rindviehmädchen Jette.

Begleitet auf ihrem Weg durch die Felder zum Dorf wurden die Rinder von einer Herde Burenziegen und Heidschnucken eines Zierenberger Züchters. Für die Besucher am Wegesrand gab es kostenlos wieder jede Menge Schmalzenbrot und einen Schluck Schnaps.

Begonnen hatte der Almabtrieb mit einem Erntedank- und Abendsmahlgottesdienst im Festzelt hinter dem Dorfgemeinschaftshaus. Zelebriert von Pfarrerin Katharina Ufholz und musikalisch mitgestaltet vom Posaunenchor Istha. Deftiges Essen, Kaffee und Kuchen, Spiel und Spaß und das Kuh-Lotto rundeten das Programm ab.

Almabtrieb in Philippinenburg und -thal

Quelle: HNA

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