Altenhasunger Fachwerkhaus ist einsturzgefährdet

Seit 30 Jahren unbewohnt: Eine Lösung für den Schandfleck in der Altenhasunger Bärenbergstraße konnte nochnicht gefunden werden. Foto: Ricken

Altenhasungen. Wegen Gefährdung durch herabfallende Bauteile und Einsturzgefahr hat der Landkreis jetzt das alte Wohnhaus an der Bärenbergstraße in Altenhasungen abgesperrt.

Besonders zum Nachbarn hin gebe es Probleme durch den schlechten Zustand des unbewohnten Gebäudes, sagt Kreis-Pressesprecher Harald Kühlborn. Das Haus gilt als herrenlos, weil der ehemalige Eigentümer, der im Nachbarort wohnt, es aufgegeben hat.

Dies entlasse ihn jedoch nicht aus der Verantwortung, so Kühlborn. Immerhin sei das Haus schon seit Jahren in einem schlechten Zustand. Derzeit versucht der Kreis den Mann dazu zu bewegen, dass Haus abzureißen und das Grundstück zu verkaufen. „Bisher gab es noch keine Einigung“, sagt der Pressesprecher.

Nachbar hatte Interesse 

Nachbar Reinhard Gerhold, der in Altenhasungen eine Kfz-Werkstatt betreibt, hätte das Haus im Frühling liebend gern gekauft, es abgerissen und damit mehr Fläche für seine Firma geschaffen. „Die Denkmalpflege hat einem Abriss seinerzeit nicht zugestimmt“, sagt er. Inzwischen hat ein Statiker das Haus besichtigt und in Absprache mit der Denkmalpflege soll das Gebäude nun doch abgerissen werden. Zu spät für Gerhold. Der Altenhasunger hat inzwischen ein Stück weiter ein Grundstück gekauft und baut eine kleine Halle.

Seit 30 Jahren unbewohnt 

Nach Schätzung der Altenhasunger muss das Haus rund 250 Jahre alt sein. Bis Mitte der 80-er Jahre habe ein alter Mann noch in dem Haus gewohnt, der aber verstarb. „Das Haus ist seit rund 30 Jahren unbewohnt“, weiß Reinhard Gerhold.

Das abrissreife Haus in Altenhasungen ist kein Einzelfall. In jüngster Zeit gab es erst Probleme durch alte Häuser in Naumburg und Ippinghausen. Kreissprecher Kühlborn rät Eigentümern solcher Sorgenkinfrühzeitig den Kontakt mit dem Servicezentrum Regionalentwicklung in Hofgesimar aufzunehmen. Dort könnten möglicherweise gemeinsam Lösungen entwickelt werden. Kontakt: Servicezentrum Regionalentwicklung in Hofgesimar, Telefon: 05671 8001-2452.

www.landkreiskassel.de

Quelle: HNA

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