Pontifikalamt am Sonntag

Fritzlarer Dom in altem Glanz: Wiedereröffnung am Sonntag

Die ganze Pracht des Doms St. Peter: Die altehrwürdige Fritzlarer Kirche ist nach der Sanierung wieder ein echtes Schmuckstück. Im Bild der Durchgang hinter dem Pfarraltar in Richtung Hochaltar. Fotos: Dellit

Fritzlar. Darauf haben viele Fritzlarer lange gewartet. Endlich können sie ihren Dom wieder betreten, die Sanierung ist so gut wie abgeschlossen. Das wird mit einem Pontifikalamt am Sonntag, 8. Dezember, ab 9.30 Uhr gefeiert, Bischof Heinz Josef Algermissen wird dazu aus Fulda anreisen.

Und tatsächlich dürfte der Dom St. Peter ein Schmuckstück des Bistums Fulda sein, und jetzt erstrahlt er in neuem Glanz; genauer gesagt: Er erstrahlt in altem Glanz. Denn der Innenanstrich der Wände, des Gewölbes, der Pfeiler und der Säulen wurde so gestaltet wie er früher einmal ausgesehen haben muss.

Dunkler Belag

Der dunkle Belag, der sich über das gesamte Innere der Kirche gelegt hatte, stammte vor allem aus der alten Heizung, die mit der warmen Luft den Staub durch das Kirchenschiff blies. Die Heizung wurde, wie auch die Elektrik, erneuert. Noch sind die Handwerker in der Kirche an der Arbeit.

Letzte Arbeiten werden gemacht, die Restauratoren schwingen noch die Pinsel, unter anderem an den Kirchenbänken. Domkurator Anton Pristl, der für die Domgemeinde die Sanierung organisiert, lobt die beteiligten Firmen in höchsten Tönen.

Das Portal steht wieder offen: Domküsterin Schwester Zyta am Haupteingang.

Und noch etwas erfreut Pristl. Der Finanzrahmen von 2,7 Millionen Euro werde eingehalten, so seine Schätzung. „Es ist nicht wie am Flughafen in Berlin“, sagt er.

Im Dom hat sich noch viel mehr verändert als der Anstrich. So gibt es endlich Toiletten, die während der Gottesdienste geöffnet sein sollen.

Neu ist auch das Beichtzimmer, in dem es eine Trennwand wie in einem Beichtstuhl gibt, aber auch die Gelegenheit zum Gespräch ohne Wand. An der Beleuchtung muss noch die Feineinstellung vorgenommen werden.

Unter anderem wird das Triumphkreuz, das hoch oben im Kirchenschiff hängt, so angestrahlt, dass der Schatten gleichmäßig nach rechts und links fällt. Das Licht auf den rückwärtigen Hochaltar dagegen fällt etwas gedämpfter aus, damit er die Aufmerksamkeit nicht allzu sehr vom Pfarraltar ablenkt.

Freude am Hochaltar

Die Arbeit im Dom sei keine Riesen-Herausforderung gewesen, sagt Diplom-Restaurator Christoph Fiebiger (Firma ars colendi, Paderborn). Am meisten Freude bei der Arbeit im Dom, immerhin begannen sie bereits Mitte 2010, hätten ihm der Hoch- und der Seitenaltar gemacht. Er sagt: „Die Kirche ist ein großes Schmuckstück.“

• Pontifikalamt: Sonntag, 9. Dezember, 9.30 Uhr, im Dom, anschließend Feier im Rathaussaal.

Quelle: HNA

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