SPD-Senioren fordern angemessene Löhne

Im Alter droht Armut

Schwalm-Eder. Vor einer Zementierung der Altersarmut warnt Siegfried Richter, der Vorsitzende der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 Plus. „Es ist geradezu diskriminierend, wenn eine Bundesministerin 10 bis 15 Euro Erhöhung der Grundsicherung nach 40 versicherungspflichtigen Jahren als angemessene Lebensleistungsrente betrachtet“, sagt Richter.

Derzeit liege die Gefährdungsgrenze in Deutschland bei monatlich 952 Euro. Diese so genannte Lebensleistungsrente sei zudem noch an eine private Zusatzversorgung gekoppelt, die sich ohnehin ein Geringverdiener schwerlich leisten könne. Richter betont, dass man statt auf private Zusatzabsicherungen, die lediglich die Kassen der Privatversicherungen klingeln lassen, lieber die gesetzliche Rentenversicherung armutsfest machen sollte.

Es sei unseriös, wenn bei der Gegenüberstellung der künftigen Anzahl der Rentner zu den Arbeitnehmern nicht erwähnt werde, dass durch den Rückgang der Kinder und Jugendlichen sowie weniger Arbeitslose auch weniger Kosten entstehen. Unabdingbar sei es, für angemessene Löhne zu sorgen. (red)

Quelle: HNA

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