Kosten werden in den Haushalt 2017 eingeplant

Alter Friedhof in Fritzlar soll zum Friedpark werden

+
Ein Ort der Ruhe und des Innehaltens: Die Stadtverordneten haben sich dafür ausgesprochen, auf dem Alten Friedhof Fritzlar einen Friedpark einzurichten. Unter den vielen Bäumen sollen Urnen bestattet werden.

Fritzlar. Die Stadt Fritzlar soll einen Friedpark bekommen. Unter den Bäumen des Alten Friedhofs sollen künftig Urnen bestattet werden.

Das sieht ein Antrag von CDU, FDP und Freien Wählern vor, der in der Sitzung der Stadtverordnetenvertretung am Mittwoch mehrheitlich verabschiedet wurde.

„Wir haben einen wunderschönen alten Park mitten in der Stadt“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Hans-Gerhard Heil in seiner Begründung. Die Parteien möchten mit dem Friedpark mitten in Fritzlar einen Ort der Ruhe, Besinnung und Erholung schaffen. Damit ihn auch ältere Fritzlarer gut erreichen können, soll das alte Tor zur Gießener Straße wieder geöffnet werden. So sei ein barrierefreier Zugang sichergestellt.

„Wir haben einen wunderschönen alten Park mitten in der Stadt.“

Der alte Baumbestand des Friedhofs biete zahlreiche Möglichkeiten für Urnenbestattungen. In unmittelbarer Nähe gebe es mit der Friedhofskapelle, der Krankenhauskapelle und der evangelischen Stadtkirche geeignete Orte für kleine und große Trauerfeiern. Durch Beisetzungen auf dem Friedpark wird laut Heil auch der neue Friedhof entlastet. Der parkähnliche Charakter des Alten Friedhofs soll verstärkt werden. Den Parteien schwebt vor, dass die Stadt die historischen Grabsteine pflegt. Schließlich gebe es auf dem Alten Friedhof viele sehenswerte Grabmäler.

Weitere Bänke

Die Stadt soll zudem weitere Bänke aufstellen. Wie viel die Umgestaltung des Alten Friedhofs kosten wird, ist unklar. Die Kosten für Planung und erste Umsetzungen sollen in den Haushalt 2017 fallen, heißt es in dem gemeinsamen Antrag.

Die SPD-Fraktion sei in der Sache für den Antrag, erklärte Gerlinde Draude. Sie kritisierte jedoch, dass sie erst am Montag von den Plänen erfahren habe. Schließlich gehe es um ein wichtiges Thema. „Wir fühlen uns etwas übergangen und sind enttäuscht“, betonte sie. Draude sorgte sich, bei der Planung nicht mehr gestaltend eingreifen zu können. Wie bei anderen Umsetzungen und Investitionen werde das Parlament in die Planungen mit einbezogen, erwiderte Bürgermeister Hartmut Spogat. Bei dem Antrag von CDU, FW und FDP gehe es zunächst darum, den Magistrat mit den Planungen für einen Friedpark zu beauftragen. Bei acht Gegenstimmen und zwei Enthaltungen wurde der Antrag von den Stadtverordneten verabschiedet.

Quelle: HNA

Mehr zum Thema

Kommentare