Ministerium informierte über Gefängnisneubau – Anwohner wurden gehört

Alternativen im Blick

Alte und künftige Ansichten: Für das neue Gefängnisgebäude muss der Bedienstetenparkplatz verlegt werden. Auch ein Gerätedepot der JVA muss weichen. In einer Bauausschusssitzung am Mittwochabend wurden leicht veränderte Pläne vorgestellt. Zu Wort kamen Ziegenhainer und Vertreter des Justizministeriums. Möglich wäre auch eine neue Maueroptik. 6 Fotos: Grede/Simulation: Justizministerium

Ziegenhain. Kritiker, Stadt und Justizministerium bleiben in Sachen neue Sicherungsverwahrung weiter miteinander im Gespräch. Diese Botschaft nahmen am Mittwochabend die knapp 50 Besucher der gemeinsamen Sitzung des Schwalmstädter Bau-, Haupt- und Finanzausschusses mit nach Hause.

Das Justizministerium hatte über den Stand der Planungen zum Neubau Sicherungsverwahrung am Ziegenhainer Gefängnis informiert. Ungewöhnlich: Die Sitzung wurde für 45 Minuten unterbrochen, damit das Publikum zu Wort kommen konnte. Die Optik der neuen Gefängnismauern und die neuen Bedienstetenparkplätze stehen weiter in der Kritik von Wallgraben-Anliegern und der um die historische Festungsanlage engagierten Ziegenhainer.

Bei einem Ortstermin in der kommenden Woche will nun das Justizministerium alternative Vorschläge für künftige Bedienstetenparkplätze prüfen. Wallgraben-Anlieger Traugott Heil und Holger Meyer hatten Gelände am Schargraben und am Holzgraben als mögliche Standorte für neue Bedienstetenparkplätze vorgeschlagen.

Bevor das neue Gebäude auf dem jetzigen Bedienstetenparkplatz entsteht, werden Stellplätze am Kornhaus zur Verfügung stehen, stellten die Planer des Bremer Büros, das das neue Gefängnisgebäude entwickelt, klar.

Bernd Völker vom Arbeitskreis Festung hatte befürchtet, dass während der Übergangsphase nicht ausreichend Parkplätze zur Verfügung stünden, weil JVA-Mitarbeiter den gesamten Altstadtbereich zum Abstellen ihrer Fahrzeuge nutzen würden.

Noch nicht fest steht laut Stephan Gortner, Leiter der Stabsstelle Sicherungsverwahrung im Ministerium, wann die Betonmauer am Kornhaus verkleidet wird. Sicher sei, dass das nicht im Vorfeld der Bauarbeiten geschehen werde.

Auch der Vorschlag des Arbeitskreises Festung, die Mauerkrone um das neue Sicherungsverwahrungsgebäude zinnenartig abzuschließen, müsse noch geprüft werden.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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