Altkreis Wolfhagen: Weniger tödliche Unfälle als im Vorjahr

Wolfhagen. Die Polizei hat die Unfallstatistik für das Wolfhager Land vorgestellt. Im Vergleich zum Jahr 2012 gab es weniger tödliche Verkehrsunfälle, dafür stieg die Zahl der Leichtverletzten deutlich an.

Die Zahl der Verkehrsunfälle im Wolfhager Land ist 2013 im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen: 667 Unfälle registrierten die Beamten, dies ist ein Anstieg um 2,6 Prozent (plus 17, im Jahr 2012 ereigneten sich 650 Unfälle). Die Zahl der Leichtverletzten stieg deutlich um 39 Prozent auf 117, vier Menschen starben bei Unfällen auf den Straßen im Altkreis, ein Minus von 42 Prozent gegenüber 2012, als es sieben tödliche Unfälle gab.

Fünf Menschen starben auf den Straßen im Altkreis seinerzeit innerhalb weniger Wochen. Dies habe sich 2013 glücklicherweise nicht wiederholt, sagte der Wolfhager Polizeichef, Volker Pieper. Pieper sieht in der Tatsache, dass die Zahl der Schwerverletzten auch deutlich sank (minus 27 Prozent, 60 statt 44 Personen) einen Zusammenhang zur stark gestiegenen Zahl der Leichtverletzten.

Der Chef der Wolfhager Polizeistation sagte, dass der Fokus der Kontrollen in diesem Jahr ganz klar auf die Personen gerichtet sei, die durch Alkohol-, Drogenkonsum oder überhöhte Geschwindigkeit den Verkehr gefährden. Die Zahl alkoholisierter Fahrer stieg 2013 nämlich um 16 Prozent (drei Unfälle mehr als im Vorjahr). Auch im Bereich des zu schnellen Fahrens gab es einen Anstieg: von 116 auf 122. Ein weiterer Grund für die verstärkten Kontrollen in diesem Jahr sei auch, dass wesentlich mehr Menschen nicht den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand einhielten. Der Wert stieg um fast 80 Prozent, allerdings ist die Gesamtzahl der 33 Unfälle relativ gering, sagte Pieper.

Die Beamten führten während des Regeldienstes 50 Kontrollen durch, bei so genannten Zusatzdiensten (mit der Bereitschaftspolizei und weiteren Dienststellen) fanden 25 Überprüfungen an Kontrollpunkten statt, bei denen 90 Polizisten aus Wolfhagen und 105 externe Beamte im Einsatz waren.

Von Nicolai Ulbrich

Quelle: HNA

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