Sanierung des ehemaligen Gaswerks sind abgeschlossen, nun folgt der Umbau

Die Altlasten sind jetzt raus

Umbau läuft: Im Frühling sollen die Arbeiten am ehemaligen Gaswerk abgeschlossen sein und dann hat Homberg ein neues Jugendzentrum. Foto: Yüce

Homberg. Die Altlastensanierung des alten Gaswerkes in Homberg ist abgeschlossen und somit ein weiterer Schritt hin zu einem neuen Jugendzentrum gegangen. Bis dahin war es ein weiter Weg: Schon 2008 war ein neues Jugendzentrum politischer Wille. Doch bis zur Umsetzung vergingen dann knapp fünf Jahre.

Umstritten war, ob das Gebäude abgerissen oder ob eine Teilsanierung nach dem Altlastenprogramm des Landes Hessen und somit der Erhalt des Gebäudes gesichert werden soll.

Viele lange Diskussionen

Letztlich fiel die Entscheidung nach vielen, langen Diskussionen der Stadtverordneten für die Teilsanierung des ehemaligen Gaswerks.

Grund dafür: Abbruch- und Entsorgung wären für die Stadt teuer geworden. Gesamtkosten von 1,1 Mio. Euro und ein Eigenanteil der Stadt von fast 500 000 Euro, hätten kräftig zu Buche geschlagen. Wenn der Umbau zum Jugendzentrum nun ebenso planmäßig laufe, werde man die Gesamtkosten einhalten und den Eigenanteil der Stadt in etwa identisch sein mit den Gesamtabbruchkosten. „Allerdings mit dem Unterschied, dass man nach dem Abbruch noch ein Jugendzentrum hätte bauen müssen.

Die Sanierung kostet 460 00 Euro. Gontermann: „Bisher sind wir in diesem Rahmen.“ Weitere 648 000 Euro sollen für den Umbau zum Jugendzentrum ausgegeben werden, 70 Prozent der Kosten werden über das Projekt Soziale Stadt abgerechnet. Das Geld wird von Bund und Land zur Verfügung gestellt.

„Bis auf harmlose, aber starke Geruchsbelästigungen, sei es während der Sanierung zu keinen Zwischenfällen gekommen“, sagt Architekt Jochen Gontermann. Den Verlauf der Arbeiten habe Gutachter Dr. Alfons Wüsteneck schon jetzt als erfolgreich bezeichnet, heißt es in einer Pressemitteilung. Ein abschließendes Gutachten müsse aber noch erstellt werden. Doch zeigt sich Gontermann zuversichtlich: „Alle Untersuchungen zeigen beste Werte.“

Jugendliche beteiligen sich

Und damit das neue Haus für die Jugendlichen der Stadt nicht an den Interessen der künftigen Nutzer vorbei geplant wird, setzt man in Homberg auf deren Beteiligung. Die Planung des Jugendzentrums wurde gemeinsam mit ihnen entwickelt. Jugendwerkstatt, Stadtjugendpflege und Quartiersmanagement tagten mehrfach. Gontermann ist sicher, dass sich die jungen Leute mit dem Haus identifizieren werden. „Das ist ein positiver Baustein der Stadtentwicklung“, betont er.

Wichtig sei auch, dass ein hoher Wert auf eine sparsame Energiebilanz gelegt werde.

• Termin: Am Samstag, 9. November, findet von 10 bis 15 Uhr, ein Tag der offenen Baustelle statt. Jugendpflege, Quartiersmanagement und Architekt sind anwesend.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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