Betreutes Seniorenwohnen: Sanierung des Hauses in der Wagnergasse in Treysa ist abgeschlossen

Altwerden im Fachwerkbau

Entkernt: Zwei Jahre hat der komplette Umbau des Fachwerkhauses gedauert. Foto: Rose

Treysa. Mehr als zwei Jahre hat die Sanierung eines Fachwerkhauses in der Wagnergasse in Treysa gedauert: Jetzt ist das viergeschossige Gebäude auf dem Gelände des Seniorenzentrums fertig. Damit hat das Zentrum – eine Einrichtung Hephatas – das Angebot um acht Appartments für Betreutes Seniorenwohnen erweitert.

Betreiber des kompletten Zentrums ist seit dem Neubau 2008 die hsde, Hephata Soziale Dienste und Einrichtungen, eine Tochterfirma des Hessischen Diakoniezentrums. Ursprünglich sollte das Haus schon im Sommer 2009 bezugsfertig sein. Die Sanierung gestaltete sich jedoch kompliziert: „Die komplette untere Etage musste wegen Pilzbefalls abgetragen, das Haus auf Stahlstützen gestellt werden“, erklärt der Geschäftsführer der hsde Jürgen Werner. Das Angebot richtet sich an ältere Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen. „Wer möchte, kann völlig selbständig leben. Wir vermitteln aber auch hauswirtschaftliche und pflegerische Hilfen. Das regelt der Pflegestützpunkt gegenüber“, erklärt Leiterin Anette Schmidt. Alle Wohnungen sind im Durchschnitt 55 Quadratmeter groß, barrierefrei und über einen Fahrstuhl zu erreichen. Zur Einrichtung gehört ein behindertengerechtes Bad sowie eine Küchenzeile. Nach dem Prinzip des Hausgemeinschaftsmodells gibt es eine gemeinsame Waschküche.

Ältere Menschen können sich allein oder auch als Ehepaar in das Haus einmieten und ihr Appartement nach ihren Wünschen gestalten, inklusive ihrer eigenen Möbel. Alle Wohnungen verfügen über eine Rufanlage. „Wir legen Wert auf persönlichen Kontakt. Unsere Damen an der Rezeption des Seniorenzentrums rufen ein Mal täglich die Bewohner an“, erläutert Schmidt. Das Fachwerkhaus ist in das Zentrum miteingebettet. Angebote der vollstationären Einrichtung stehen den Bewohnern offen. „Regelmäßig werden kulturelle und soziale Aktivitäten angeboten – jeder Bewohner entscheidet individuell, welche Angebote er nutzen möchte“, sagt Schmidt. Nöten und Sorgen nimmt sich der Pflegestützpunkt an. Die Mitarbeiter helfen beim Umzug, bei Behördenangelegenheiten, aber auch in Krisensituationen oder Fragen rund die Pflegebedürftigkeit. „Wohnen mitten in der Stadt ermöglicht kurze Wege für alle Besorgungen des täglichen Bedarfs“, sagt Anette Schmidt. (zsr)

Quelle: HNA

Kommentare