AluTeam kauft Wolfhager Firma Ackermann Fahrzeugbau

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Zufriedene Gesichter: Die neuen Eigentümer Horst und Thomas Schneider (von links) mit Gesco-Vorstandsmitglied Robert Spartmann und Ackermann-Geschäftsführer Michael Tabouratzidis.

Wolfhagen. Die Wolfhager Firma Ackermann Fahrzeugbau hat den Besitzer gewechselt. Am Freitagn wurden die 70 Beschäftigten darüber informiert, dass der bisherige Eigentümer, die im SDAX notierte Gesco AG, ihre 80-prozentige Beteiligung an der Ackermann Fahrzeugbau GmbH an die AluTeam Fahrzeugtechnik GmbH verkauft hat.

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Auch Geschäftsführer Michael Tabouratzidis veräußerte seinen 20-prozentigen Anteil an das mittelständische Unternehmen mit Sitz in Bielefeld. Tabouratzidis wird auch künftig in Wolfhagen Geschäftsführer sein.

Zur Bekanntgabe des Verkaufs waren die beiden Geschäftsführenden Gesellschafter der Schneider Fahrzeug- und Containertechnik GmbH und AluTeam-Fahrzeugtechnik GmbH, Horst und Thomas Schneider, nach Wolfhagen gekommen.

Um die Arbeitsplätze in Wolfhagen müsse man sich keine Sorgen machen. „Kontinuität ist bei uns stark gefragt, das haben wir auch gerade im Gespräch mit den Arbeitnehmervertretern versucht, so rüberzubringen“, sagt Horst Schneider. Und weiter: „Wir haben das Unternehmen nicht übernommen, um es morgen zu veräußern oder zu zerschlagen.“

Der Verkauf werde „keine Auswirkungen auf die Zahl der Beschäftigten haben“, versicherte Thomas Schneider, „die Arbeitsverträge und der Name der Firma werden unverändert fortgeführt“. Ackermann Fahrzeugbau produziert Sandwichplatten, Sandwichkonstruktionen und Kofferbausätze zur Herstellung von geschlossenen Lkw- und Anhängeraufbauten. Zu den Kunden zählen Karosseriebauer und Fahrzeughersteller vor allem in Deutschland.

„Unsere Firma hat ein gesamteuropäisches Vertriebssystem“, erklärte Thomas Schneider. Da man nun auch Ackermann-Produkte über diese Vertriebsstruktur verkaufen werde, könne es sein, dass man bei den Produkten auf spezielle Wünsche oder Vorgaben aus den jeweiligen Ländern eingehen werde.

Als Grund für den Verkauf des soliden Wolfhager Unternehmens nannte Robert Spartmann, Vorstandsmitglied von Gesco, die Veränderungen auf dem Markt für Nutzfahrzeuge nach der Wirtschaftskrise 2009. Der Wettbewerb sei stärker geworden, der Preisdruck habe zugenommen.

Als Nischenanbieter für temperaturgeführte Fahrzeuge konkurriere Ackermann mit weitaus größeren Unternehmen. Man sei überzeugt, dass Ackermann im Verbund mit dem Branchenpartner AluTeam strategische Vorteile gegenüber einer Positionierung als Einzelunternehmen habe.

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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