Falschaussage: Er log für einen Ex-Freund

Schwalmstadt. Als Zeuge hatte ein 23-Jähriger aus dem Altkreis Ziegenhain während eines Strafverfahrens gelogen. Wegen der Falschaussage zugunsten eines ehemaligen Freundes musste sich der junge Mann jetzt selbst als Angeklagter vor dem Strafrichter am Amtsgericht in Treysa verantworten.

Ende Januar hatte der 23-Jährige vor dem Amtsgericht Schwalmstadt behauptet, anstelle seines ehemaligen Freundes ein Fahrzeug gefahren zu sein, um den aus beruflichen Gründen auf seinen Führerschein angewiesenen Angeklagten vor dem Entzug der Fahrerlaubnis zu bewahren.

In Anwesenheit seines Anwaltes räumte der Angeklagte den gegen ihn erhobenen Vorwurf ein. Er habe unüberlegt gehandelt. Bereits nach der damaligen Verhandlung habe er seine Aussage bereut, sich jedoch dazu überreden lassen, bei seiner Aussage zu bleiben.

Der Kontakt zum einstigen Freund sei mittlerweile abgebrochen. Dieser habe ihm gegenüber angegeben, eine andere Person habe das Fahrzeug gefahren. Laut Richter ist die Falschaussage des Angeklagten offensichtlich gewesen. Richter und Staatsanwältin betonten, der 23-Jährige sei sogar mehrmals über die Konsequenzen einer Falschaussage belehrt worden.

Die Staatsanwältin hatte hinsichtlich der falschen uneidlichen Aussage die Mindestrafe einer dreimonatigen Freiheitsstrafe gefordert und dafür plädiert, diese zur Bewährung auszusetzen. Der Anwalt des Angeklagte plädierte für die Umwandlung der Freiheitsstrafe in eine Geldstrafe.Wegen falscher uneidlicher Aussage verurteilte das Gericht den nicht vorbestraften 23-Jährigen zur Zahlung von von 1350 Euro. Zudem trägt er die Kosten des Verfahrens. (zhk)

Quelle: HNA

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