Altes Amtsgericht wird zum Heim für Behinderte

Wolfhager Land. Neues Leben im alten Amtsgericht: Die Baunataler Diakonie will die Zahl ihrer Plätze in Hofgeismar halbieren und dafür in Wolfhagen 16 neue Wohnungen für Behinderte schaffen.

„Die Kaufverhandlungen mit einem Privatinvestor sind abgeschlossen“, teilte Thomas Helmstetter von der Baunataler Diakonie (BDK) mit. Geplant sei, in fünf Kommunen im Landkreis Kassel Standorte aufzubauen. Wolfhagen stehe dabei an erster Stelle. „Wir wollen dezentrale Angebote schaffen, damit die Menschen wohnortnah leben können - ebenso wollen wir von größeren zu kleineren Einheiten kommen“, fasst Helmstetter die Zielrichtung zusammen.

Das ehemalige Amtsgericht hatte der Privatinvestor vom Land Hessen ersteigert. Nachdem es einige Jahre leer stand, beginnt die Diakonie nun nach dem Kauf voraussichtlich im Herbst dieses Jahres mit den Umbau- und Sanierungsarbeiten. Die Kosten sind mit rund 1,5 Millionen Euro veranschlagt. Der Einzugstermin stehe bisher noch nicht fest, so Helmstetter.

Sicher ist aber, dass die Diakonie mit den Stadtwerken ein innovatives Energiekonzept entwickeln wird. „Ziel ist die Versorgung des ehemaligen Amtsgerichts mit erneuerbarer Energie“, so Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake. Gespräche finden in dieser Woche statt. Die Stadt unterstützt das Vorhaben der Diakonie, die auch die Baunataler Werkstätten betreibt, mit einem Investitionszuschuss von 118.000 Euro. Abgestimmt wird das Konzept auch mit der Aktion Mensch, von der es ebenfalls eine finanzielle Unterstützung gibt.

Die Diakonie wolle mit dem Projekt noch mehr in die Fläche gehen und so dem Wunsch der Betroffenen nach wohnortnaher Betreuung entgegenkommen, so Helmstetter. Dies kommt bei Eltern von Behinderten in Hofgeismar nicht gut an. Sie wehren sich gegen die Pläne der Diakonie.

Quelle: HNA

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