Bernd Heßler legte vor großem Publikum den Amtseid als Bürgermeister ab

Hand drauf: Bürgermeister Bernd Heßler beim Amtseid. Er ist seit 24 Jahren Bürgermeister und geht nun in die nächste Amtszeit. Foto: Dellit

Borken. In Borken wird gerne groß gefeiert, wenn der Bürgermeister ins Amt eingeführt wird. So war es auch diesmal, als Bernd Heßler in seine fünfte Amtszeit ging. Knappenchor, Borkener Bläser, Bläserklassen, 300 Besucher und viele Redner - zweieinhalb Stunden dauerte das Programm im Bürgerhaus.

Heßler wurde morgen vor 24 Jahren, am 1. Oktober 1987, erstmals ins Amt gewählt, damals noch von den Stadtverordneten. In Direktwahlen in den Jahren 1993, 1999, 2005 und 2011 wurde er im Amt bestätigt.

Stadtverordnetenvorsteher Heinz Meier ließ die Amtszeit Revue passieren und erinnerte an das Unglück in Stolzenbach, den Strukturwandel und die Finanzprobleme der Stadt. Heßler habe die Herausforderungen gemeistert mit seinem „hyperpragmatischen Stil“.

Reden auf den Bürgermeister hielten Karl Christian Schelzke (Hessischer Städte- und Gemeindebund), Jürgen Dieter (Hessischer Städtetag), Ute Talic (Kreistag) und Harmut Paul (evangelische Kirche). Ute Keim, Personalratsvorsitzende der Stadtverwaltung, erinnerte an Heßlers Start. Damals habe er die Verwaltung komplett umgekrempelt. Sie zitierte Dieter Thomas Heck mit Blick auf Heßler: „Fünfmal dabei, bitte nicht wiederwählen.“

Heßler selbst lobte die politischen Gremien, die Verwaltung und seine Familie. „Die Bürger waren immer verwöhnt“, sagte er mit Blick auf die Anfangsjahre. Das habe sich ändern müssen.

Er setze auf Kommunikation, da habe er auch dazu gelernt: „Lieber eine Bürgerversammlung zu viel als eine zu wenig.“

Heßler beklagte die schlechte Finanzlage der Kommunen. Er freue sich über die neue Kinderkrippe, aber er hätte gerne auch die Finanzausstattung dafür. Dennoch, so betonte der Bürgermeister, lebe man in Deutschland in großem Wohlstand und solle dankbarer sein.

Mit Blasmusik unterhielten die Borkener Bläser die Gäste, für schmissige Akzente sorgen die Bläserklassen 6b und 7b der Gustav-Heinemann-Schule unter Leitung von Inge Umbach.

Entertainerqualitäten bewies Grundschulleiter Jörg Fuchs, als er gemeinsam mit Kerstin Meier den „Kleinen Grünen Kaktus“ darbot.

Der Knappenchor sang „Gibt es denn ein schöner Leben, als ein Fuhrmann zu sein?“ An diesem Abend war die Antwort vielleicht: Ja, als Bürgermeister.

Quelle: HNA

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