Mal andächtig leise, mal triumphal laut

Internationale Bachtage: Kiewer Knabenchor  zu Gast im Dom

Vokalensemble von hohem Rang: Der Kiewer Knabenchor gastiert am Mittwoch im St.-Petri-Dom in Fritzlar Foto: Auerbach

Fritzlar. Ungewöhnliche, berührende Gesänge, erhabene Melodien und wunderschöne Harmoniefolgen durchströmten den St.-Petri-Dom in Fritzlar. Schlussakkorde schienen zauberhaft im Unendlichen zu verklingen.

Der Kiewer Knabenchor, ein Vokalensemble von hohem Rang, gastierte am Mittwochabend in der romanisch-gotischen Basilika in Fritzlar.

Angeleitet von Dirigent Ruben Tolmachov, ließen 50 Jungen und junge Männer sakrale Chormusik der westlichen und orthodoxen Kirchen ertönen, die in die Passionszeit führte. Etwas von Erkältung geschwächt, zelebrierte der Chor Werke von der Renaissance bis zur Moderne. Ganz ohne instrumentale Begleitung, aber mit beseelten und fein ausbalancierten Stimmen.

Diese entfalteten sich in der Akustik des Domgewölbes mal mit leiser Andächtigkeit, mal in triumphaler, allerhöchster Lautstärke. Und es entwickelten sich umhüllende Klanggewebe, die zur Nachdenklichkeit einluden. Die wundervolle Schönheit und Reinheit der Stimmen und die beeindruckende Gestaltungskraft des Chores machten das Konzert zu einem faszinierenden, kontrastreichen Hörerlebnis.

Ein Programmzettel mit Informationen zu den Werken und den Komponisten war leider nicht verfügbar. Gerlinde Brandstetter übersetzte einige englischsprachige Erklärungen des Dirigenten. Veranstalter waren der Förderkreis des Hessischen Kammerorchesters Frankfurt, der Kulturverein und die Stadt Fritzlar. (zam)

Quelle: HNA

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