Ans andere Ende der Welt

Oberelsungerin reist zehn Monate durch Neuseeland

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Mit prallgefülltem Rucksack in ein neue Leben: Lena Ziehfreund hat sich am Montag für zehn Monate von ihren Eltern Silvia und Michael gen Neuseeland verabschiedet.

Oberelsungen. Es ist der Drang nach Freiheit und Selbstständigkeit. Allein, raus aus der gewohnten Umgebung, komplett auf sich selbst gestellt sein. Wenn es nach ihren Eltern gegangen wäre, hätte sich Lena Ziehfreund für ihren Work & Travel-Aufenthalt einen anderen Ort ausgesucht.

Doch die 19-jährige Oberelsungerin hat es raus in die weite Welt gezogen. Bepackt mit nur einem Rucksack und Handgepäck, hat sie sich für zehn Monate gen Neuseeland aufgemacht, um als TravelWorker ihr Traumland hautnah zu erleben.

Eine spannende Zeit wartet auf sie, denn beim Reisen und Jobben in Neuseeland ist alles möglich: Klettern auf einem tiefblauen Gletscher, an weiten Fjorden den Gedanken freien Raum lassen, niemals wissend, was der nächste Tag bringt. „Es ist die freieste und flexibelste Möglichkeit, eine fremde Umgebung zu erkunden“, sagt Ziehfreund. „Ich kann immer selber entscheiden, wohin die Reise geht und was ich machen will.“

Es ist aber auch eine Reise ins Ungewisse: Werde ich Arbeit finden? Wie werden mir die Neusseeländer begegnen? Die 19-Jährige weiß die Antworten nicht, macht sich aber auch keine Sorgen, zu groß ist das Verlangen nach Unabhängigkeit fernab der Heimat. Viele Jahre schon habe sie sich mit dem Gedanken getragen, nach ihrem Abitur am Warburger Hüffertgymnasium Deutschland den Rücken zu kehren. „Ich habe mich schon immer für Sprachen und Reisen begeistert“, sagt sie. „Endlos grüne Wiesen, die Nähe zu den Ozeanen, traumhafte Strände, Regenwälder, Gebirge - Neuseeland bietet alles, was man sich nur vorstellen kann.“

Im Notfall nicht allein

Doch bis es soweit ist, gilt es die Voraussetzungen zu schaffen: Sich in der neuen Umgebung orientieren, Konto eröffnen, Steuernummer beantragen. Dabei hilft ihr die Organisation AIFS. „Da ich am anderen Ende der Welt im Notfall nicht komplett auf mich allein gestellt sein will, war für meine Eltern und mich von Anfang an klar, dass ich nur mit einer Organisation ins Ausland gehen würde.“ Das gibt den Eltern die nötige Gewissheit, dass die Tochter immer einen Ansprechpartner hat. Und für den Fall, dass doch einmal alle Stricke reißen sollten, haben sie in den prallgefüllten Rucksack auch eine Kreditkarte gesteckt. Für den Notfall.

Und so macht sich Lena Ziehfreund auf in ihr neues Leben. Welche Hürden sie zu meistern hat, welche Abenteuer sie erleben wird, all das will sie für die HNA in regelmäßigen Abständen aus Neuseeland berichten. „Ich freue mich tierisch auf meine Zeit in Neuseeland“, sagt sie. „Ich werde selbstständiger zurückkehren, da bin ich mir ganz sicher.“

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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