Fahndung nach Tätern

Angeblich vom Ertrinken bedroht: Jugendliche lösten Fehlalarm aus

Guxhagen. Das war kein Spaß: Jugendliche rissen am frühen Samstagmorgen die Guxhagener Feuerwehrleute aus den Betten. Bei der Leitstelle des Schwalm-Eder-Kreises ging um 4.40 Uhr ein Notruf ein.

Der Anrufer berichtete, dass eine Person von der Fuldabrücke gesprungen sei und nicht mehr allein aus dem Fluss komme, es werde dringend Hilfe benötigt. In der Annahme, dass ein Mensch vom Ertrinken bedroht sei, alarmierte die Leitstelle Rettungswagen und Feuerwehr.

Als aber der Rettungswagen an der Brücke ankam, stoben einige Jugendliche auseinander, sie flüchteten in unbekannte Richtungen. Die Feuerwehr Guxhagen, die gerade abfahrbereit war, verblieb daraufhin im Feuerwehrgerätehaus und rückte nicht mehr aus.

Der Pressesprecher der Feuerwehr Guxhagen, Ulrich Brandenstein, kann über solche Einsätze überhaupt nicht lachen. „Vielleicht sollte klar gemacht werden, dass alle Feuerwehrleute in unserer Region ehrenamtlich arbeiten.“ Aus Spaß die Rettungskräfte aus dem Schlaf zu reißen, sei gewissen- und rücksichtslos. Zum einen schreckten die ehrenamtlichen Retter völlig umsonst hoch, zum anderen könnten sie vielleicht wirklich zur selben Zeit an anderen Einsatzstellen dringend gebraucht werden.

Täter müssen mit Konsequenzen rechnen

Wer immer bei der Leitstelle anrufe, müsse wissen, dass Telefonnummer und zum Teil auch der Standort übertragen werde, auch wenn die Nummer unterdrückt sei oder man von einer Telefonzelle aus anrufe. Brandenstein zeigte sich deshalb zuversichtlich, dass die Anrufer ermittelt würden. Der Einsatz wird dann straf- und zivilrechtliche Konsequenzen haben: Rettungsdienste dürften keine Hemmungen haben, bei Missbrauch des Notrufes Schadensansprüche zu stellen, sagt Brandenstein. (bra)

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ ZB

Kommentare