Angelika Müller malte Bilder für einen Homberger Kalender

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Sie zeigt die Orte so, wie sie sie sieht: Angelika Müller (links) hat einen Kalender mit ihren Gemälden von Homberg und sechs seiner Stadtteile herausgebracht. Unterstützung bekam sie dabei von Ursula Jungermann vom Heimat- und Gesangsverein Wernswig und der Homberger Sparkasse.

Homberg. Blauer Himmel, fröhliche, feiernde Menschen und bunte Fachwerkhäuser - es ist eine heile Welt, die Angelika Müller in ihren Bildern zeigt. Und diese farbenfrohen Seiten von Homberg und sechs seiner Stadtteile kann sich jetzt jeder nach Hause holen.

Denn Angelika Müller hat zwölf Bilder für einen Kalender zusammengestellt und den gibt es jetzt zu kaufen. „Ich habe mir damit einen Traum erfüllt“, sagt Müller. Seit 1977 malt sie Bilder der Stilrichtung Naive Malerei. Ihre Werke gab es schon in rund 30 Ausstellungen in der Region zu sehen.

So wie Angelika Müller die Orte zeigt, sehen sie nicht wirklich aus. Mal hat sie ein Haus hinzugefügt, mal eine Kirche - vergleichbar mit Montagen. Trotzdem erkennt man die Dörfer sofort. „Leider sind viele Ortskerne nicht mehr so gut erhalten. Ich habe zu den markanten Plätzen noch weitere schöne Gebäude hinzugefügt“, sagt Müller. Alle gebe es tatsächlich in den Orten, betont sie. „Nur nicht an dieser Stelle.“ So macht sie das eigentlich Unsichtbare sichtbar. Da ist zum Beispiel die kleine Kirche in Berge zu sehen. Die gibt es zwar tatsächlich im Dorf, sie ist aber von dem Standort, von dem Angelika Müller sie gemalt hat, gar nicht zu sehen. Und in Caßdorf hat sie die Kirche kurzerhand um 180 Grad gedreht.

Ein wenig ist es mit Angelika Müllers Bildern wie bei Astrid Lindgrens Romanheldin Pippi Langstrumpf: sie macht sich die Welt, wie sie ihr gefällt. Und das gefalle vielen Menschen, da sind sich Michael Sack von der Homberger Sparkasse und die Mitglieder des Heimat- und Gesangsvereins Wernswig sicher. Gemeinsam haben sie das Kalender-Projekt unterstützt.

Eine Ausstellung der zwölf Kalenderbilder ist noch zwei Wochen in der Homberger Sparkasse zu sehen. Auch die Original-Ölbilder hängen dort und können für 100 Euro je Gemälde gekauft werden. „Der Erlös soll an die Tafel, das Frauenhaus und die Elternschule gehen“, sagen Michael Sack und Angelika Müller. (may)

Service: Kalender in der Homberger Buchhandlung Spektrum für 7,50 Euro. Originalbilder werden in der Sparkasse und von Angelika Müller verkauft Tel. 0 56 81/66 00.

Quelle: HNA

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