Disco Hazienda schließt

Die "Haz" ist dicht: Erinnerungen von HNA-Redakteurin Anne Quehl

Treysa. Für Generationen von Schwälmer Jugendlichen ist die Hazienda die Disco schlechthin gewesen. Am meisten vielleicht für uns geburtenstarken Babyboomer der Sechziger.

Kaum einer, der keine intensiven Bilder vor Augen hätte - obwohl es praktisch keine Fotos zumindest aus dem zurückliegenden Jahrhundert gibt! Wie das möglich ist, fragen sich nur ziemlich junge Menschen. Wir hatten eben keine Smartphones.

Und es gab weder Instagram noch Twitter, ja nicht einmal Facebook.

Wir gingen dorthin, um zuverlässig Leute zu treffen, das funktionierte ohne WhatsApp. Dort hörten wir Musik, die wir vielleicht teilweise im Plattenschrank hatten. Wenn man nett fragte, spielten die DJs Wilfried und Heinz besondere Wünsche. Wenn wir nicht tanzten, unterhielten wir uns trotz erheblicher Dezibel - im direkten Gespräch.

Ein harmloser Garten Eden eines mildtätigen Wirts war die Hazienda sicherlich nicht. Jedenfalls sind die Gesichter, an die ich mich erinnere, alle rechtschaffene Säulen der Gesellschaft geworden.

Mit der Schließung ist so oder so wieder ein Traditionslokal dicht. Und erheblich verändert hatte es sein Gesicht ohnehin schon.

Quelle: HNA

Mehr zum Thema

Kommentare