Altenbrunslar: Hobbyfischer feierten 50. Geburtstag

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Werner Hüner, mit Urkunde, war der Einzige, der die Ehrung für 50-jährige Mitgliedschaft im Angelsportverein Alten-/Neuenbrunslar entgegennehmen konnte. Von links die Vorstandsmitglieder Mario Schönewolf, Ralf Apolle, Edmund Thiel, Matthias Krieglstein, Werner Hüner, Manfred Zeidler, Patrick Porsch, Norbert Vogel und Dieter Krieglstein.

Altenbrunslar. Ein kleiner Verein, der aber viel auf die Beine stellt. So hat der Vorsitzende des Angelsportvereins (ASV) Alten-/Neuenbrunslar, Matthias Krieglstein, den Verein beschrieben. Anlass war das 50-jährige Bestehen, das mit einem Angelfest an der Eder gefeiert wurde.

Das Anglerfest findet alle zwei Jahre statt. 28 Mitglieder hat der 1961 in der Waldschänke gegründete Verein heute – nach den Worten Krieglsteins „eine gute Mischung aus Jung und Alt“. Ältestes Mitglied ist Georg Weisbrod, der unter anderem Vorsitzender war. Der heute 92-Jährige konnte die Ehrung für 50-jährige Mitgliedschaft nicht entgegennehmen. Auch der frühere Vorsitzende Wilhelm Angersbach (88) ist ein Mann der ersten Stunde und wurde in Abwesenheit geehrt. Als einen, „der immer da ist“ und auf den man sich immer verlassen könne, würdigte der Vorsitzende den 78-jährigen Werner Hüner. Er gehört zu den Gründern und hat sich fünf Jahrzehnte im Vorstand engagiert. Außergewöhnlich sei sein Einsatz.

Auch auf Wanderung

„Wir waren damals zwölf Mitglieder, und es war eine verschworene Gemeinschaft“, erinnert sich Hüner an die Anfänge: „Jeder konnte sich auf den anderen verlassen.“ Die Mitglieder angeln nicht nur, sie wandern auch. Und sie engagieren sich im Umwelt- und Naturschutz. „Gewässerreinigung ist ganz wichtig“, sagt Werner Hüner. Was die Fischer aus dem Wasser ziehen, wird heute nicht mehr verbrannt, sondern fachmännisch aufgeschichtet. So entstehen neue Lebensräume für Kleintiere.

Sechsmal im Jahr treffen sich die Angler zu Arbeitseinsätzen. Dabei wird nach Angaben Kriegelsteins nicht nur Treibgut beseitigt, sondern es wird auch gemäht oder man schneidet Bäume.

Zwei Flusskilometer

Zwei Kilometer Eder stehen dem Verein zur Verfügung. Seit 1997 teilt man sich das Gewässer mit dem Angelsportverein Gudensberg. „Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zu den Gudensbergern“, sagen Matthias Krieglstein und Werner Hüner. Als sehr sauber bezeichnet der Vorstand das Wasser der Eder. Ein Problem sei allerdings der Edersee. Werde kaltes Wasser abgelassen, „beißt wegen der Temperaturunterschiede und des ständig wechselnden Wasserstandes kein Fisch“. Früher, als es die Molkerei Prinz in Gensungen und das Kraftwerk Borken noch gab, sei das Wasser wärmer gewesen. (m.s.)

Quelle: HNA

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