Anlieger der Straße Zum Osterbach sind gegen geplanten Maximalausbau der Straße

Angst vor Rennstrecke

Schotterpiste: Handlungsbedarf besteht, doch sollte die Straße sinnvoll ausgebaut werden, fordern die Anlieger aus Wernswig. Foto: Yüce

Wernswig. Es ist fast schon eine unendliche Geschichte: Seit 2001 gibt es Pläne, die Straße „Zum Osterbach“ in Wernswig auszubauen. Dafür sind auch die Anlieger, allerdings sind sie gegen den Maximalausbau der Anliegerstraße, wie er von der Stadt Homberg geplant wurde.

Denn der schmale Schotterweg soll demnach breiter, an einer Stelle sogar bis auf acht Meter erweitert werden und es sind auch Bürgersteige geplant. „Das alles muss nicht sein und führt zu Raserei“, sagt Sascha Henschke-Meyl, einer der Anlieger und da stimmen ihm auch Stefanie Breitner, Björn Reichelt, Sigrid Junker und Hermine Baumann zu. Sie sind ebenfalls Anlieger und auch sie freuen sich darüber, dass die Schotterpiste vor ihrer Haustür schon bald der Vergangenheit angehören könnte.

„Wir wollen aber informiert werden“, sagt Susanne Henschke-Meyl. Zuletzt habe es eine Bürgerversammlung im August gegeben. Auf den damals erstellten Fragenkatalog der Anlieger gebe es bis heute keine Antworten und auch die Alternativvorschläge seien nicht einbezogen worden. Stattdessen hätten erste Arbeiten an der Strecke bereits stattgefunden. „Das kann doch nicht sein“, sagt Björn Reichelt.

Höhere Kosten

„Wir lassen uns das nicht gefallen. Es sollte gemacht werden, was notwendig ist und keine Luxusvariante“, sagt Sascha Henke-Meyl. Und vor allem dürfe die Strecke keine Abkürzungs- und Raserstrecke werden. Doch genau das befürchten die Anlieger, sollte es den Maximalausbau geben. „Die Straße wird dann zur Rennstrecke“, sagt Sigrid Junker. Die Anlieger befürchten zudem höhere Kosten, sollte es zum Maximalausbau kommen, denn sie werden für den Ausbau zur Kasse gebeten.

80 000 Euro stehen für den Ausbau im Haushalt der Stadt, die Untersuchungen des Untergrunds haben bereits stattgefunden. „Die Ausschreibung ist bereits abgeschlossen – aber noch nicht vergeben. Wir sind gesprächsbereit und es wird auch eine weitere Anliegerinformation geben“, sagt Nils Arndt, von der Stadt Homberg. Man werde auch die Alternativen abwägen, sagt er. Der Ausbau sei grundsätzlich politisch gewollt – vom Magistrat und dem Ortsbeirat, fügt er an.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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