Kreisverkehrswacht führt Aktion für junge Fahrer am Schwalmgymnasium durch

Anschnallen rettet Leben

Gut angeschnallt: Schülerin Maren Fröhlich sitzt angespannt auf dem Gurtschlitten. Wenig später erlebte sie einen simulierten Zusammenstoß mit einem Baumstamm. Fotos: Ritter

Treysa. Jedes fünfte Unfallopfer fällt in die Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen. Aus diesem Grund fand am Schwalmgymnasium eine Aktion für junge Fahrer zum Thema Verkehrssicherheit statt. Sie richtete sich an Schüler, die zwischen 16 und 17 Jahre alt sind.

Die Schüler durchliefen in Kleingruppen verschiedene Stationen, in denen ihren ein Expertenteam der Verkehrswacht zur Seite stand und wichtige Informationen und Tipps zum richtigen Verhalten in bestimmten Verkehrssituationen lieferte.

Mit Hilfe von Rauschbrillen, die das beeinträchtigte Sehvermögen bei einer bestimmten Blutalkoholkonzentration simulieren, mussten die Jugendlichen beispielsweise einen Parcours durchlaufen. Er bestand aus Linien, die auf den Boden aufgeklebt waren. Ein Fahrsimulator ermöglichte ihnen das vermeintliche Erleben einer Fahrt unter Alkoholeinfluss. Dabei ist das Sichtfeld beachtlich eingeschränkt ist und auch das Reaktionsvermögen nimmt merklich ab.

Besonders viel Respekt hatten die Schüler vor der Fahrt mit dem Gurtschlitten. Dieser ahmt einen ungebremsten Zusammenstoß mit einem Baum bei einer Geschwindigkeit von bis zu zehn Stundenkilometern nach. Dabei spüren sie am eigenen Leib mit welcher Wucht der Körper bei einem Aufprall in den Sicherheitsgurt geschleudert wird. Auch die Überschlagssimulation, bei der sich die Schüler unter Anleitung der Verkehrswacht kopfüber aus einem Auto befreien mussten, brachte sie in eine Extremsituation.

„Durch erlebnisorientiertes Lernen tragen Aktionen wie diese zu mehr Verkehrssicherheit vor allem bei der risikoreichsten Gruppe der 18- bis 25-Jährigen bei“, informiert Ferdinand Hagenbach von der Verkehrswacht. Es sei ein kontinuierlicher Rückgang der Zahl der Verkehrsunfälle auch bei den jungen Fahrern zu beobachten, deren Anteil jedoch im Vergleich immer noch alarmierend hoch sei.

Gerade durch das begleitete Fahren ist die Sensibilisierung dieser Altersgruppe für Themen wie Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, die Anschnallpflicht oder das vorausschauende Fahren besonders wichtig. Die seit 2001 regelmäßig angeboten Aktion wurde von der Kreisverkehrswacht Schwalm-Eder mit Unterstützung der Ortsverkehrswacht Frankenberg unter der Regie von Hagenbach gemeinsam mit Ingo Wernhoff, dem Verkehrsbeauftragten des Gymnasiums, organisiert.

Von Barbara Ritter

Quelle: HNA

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