Ansturm auf Bauland in Zierenberg

Zierenberg. „Wir könnten derzeit in Zierenberg jede Menge Bauplätze verkaufen, wenn wir sie hätten“, sagt Bürgermeister Stefan Denn. Während in den Stadtteilen noch Grundstücke zu haben sind, stehen in der Kernstadt keine mehr zur Verfügung. „Wir haben jede Woche Anfragen von potentiellen Käufern“, sagt Denn.

Die Stadt ist nun dabei ein neues Baugebiet „Am Galgenköppel“ zu erschließen. Auf dem Wiesengrundstück würden künftig 18 Bauplätze zur Verfügung stehen. Problem: Die Fertigstellung des Baugebietes dauert laut Denn voraussichtlich mehr als ein Jahr. „Wir rechnen mit dem Verkauf der Grundstücke erst im Frühjahr 2014.“ Problem für Interessenten, die jetzt bauen wollen. Die Ausweisung des Baugebietes dauere deshalb so lange, weil die Stadt dies in Eigenregie und mit eigenen Mitteln tun müsse.

Früher hatte die Hessische Landgesellschaft (HLG) dies übernommen und war auch finanziell in Vorleistung getreten. „Da ging es natürlich schneller“, räumt Denn ein. Allerdings war die Stadt unzufrieden mit den Vermarktungsstrategien der HLG. In den Neubaugebieten Oelshausen und Oberelsungen waren über zehn Jahre sogut wie keine Bauplätze verkauft worden. Deshalb kündigte die Stadt Zierenberg vor einem Jahr den Vertrag mit der HLG und nahm die Werbung und Vermarktung der Grundstücke selbst in die Hand. „Mit Erfolg“, wie Denn meint. So habe man im vergangenen Jahr in Oelshausen und Oberelsungen jeweils vier Plätze verkaufen können. Drei Plätze sind von Kaufinteressenten reserviert worden.

Eine positive Entwicklung sieht der Bürgermeister auch im älteren Baugebiet am Schreckenberg. Hier finde derzeit ein Generationswechsel statt. Die ursprünglichen Bauherren würden aus Altersgründen ihre Häuser abgeben. Viele junge Familien kämen nach. Obwohl die Häuser aus den 50-er und 60-er Jahre stammten, dauere es nicht lange, bis ein Käufer gefunden sei.

In Burghasungen gebe es wenig Plätze aber auch nur wenig Anfragen. Hier sei in absehbarer Zeit keine Neuausweisung von Bauland geplant, sagt Denn. Allerdings herrsche auf dem Berg auch ein Mangel an geeigneten Flächen. „Da ist einfach kein Platz mehr.“ Zumal die Wohngebiete auch an ein Naturschutzgebiet grenzten.

Insgesamt trotze man dem demografischen Wandel in Zierenberg derzeit erfolgreich.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

Kommentare