Stadt will Flächenverkauf rückgängig machen

Anwalt prüft, ob Vertrag gilt

Homberg. Dieses Thema beschäftigt die Stadt Homberg nun schon seit Jahren: Eine Rechtsanwaltskanzlei prüft zurzeit die Frage, ob der Verkauf einer großen Fläche der ehemaligen Ostpreußenkaserne widerrechtlich war oder nicht. Eine Firmengemeinschaft aus Homberg hatte vor drei Jahren mehr als 100 000 Quadratmeter Fläche erworben.

ERSTER VORWURF

Bereits kurz danach war der Vorwurf der Mauschelei erhoben worden, es wurde gar Anzeige erstattet. Grund dafür war zum einen der niedrige Kaufpreis: Die Käufer hatten einen Festpreis bezahlt. Rechnete man den um, kostete der Quadratmeter Fläche gerade einmal 3,65 Euro. Zum Vergleich: Die Stadt Homberg fordert sonst für den unbebauten Quadratmeter 15 Euro, für den bebauten 30 Euro.

ZWEITER VORWURF

Der zweite Vorwurf lautete, dass der frühere Bürgermeister Wagner das Gelände ohne Beteiligung des Parlaments an einen Parteifreund verkauft habe – eben zu jenem günstigen Preis.

Nun lässt die Stadt die Rechtsgültigkeit des Kaufvertrages prüfen. Zudem hatte sie ein Wertgutachten in Auftrag gegeben. Das aber liegt noch nicht vor.

Der mit der Prüfung beauftragte Anwalt habe sich zuversichtlich gezeigt, dass es eine Möglichkeit zur Rückabwicklung gebe. Dennoch werde die Stadt weiter versuchen, Vergleichsgespräche mit den Eigentümern zu führen.

Sollten die scheitern, müssen die Stadtverordneten in der nächsten Sitzung am 5. November entscheiden, ob sie einen Prozess mit allen verbundenen Risiken und Kosten führen wollen. (bra)

Quelle: HNA

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