Nach Anfrage in Stadtverordneten-Sitzung

Anwalt der Wiergarund-Kläger: Investoren warten auf Verkaufsgelegenheit

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Die Klägergemeinschaft „Nachhaltig prosperierendes Schwalmstadt“ will nach eigenen Angaben eine städtebaulich und wirtschaftlich sinnvolle Lösung für den Wieragrund.

Schwalmstadt/Kassel - Die Klägergemeinschaft „Nachhaltig prosperierendes Schwalmstadt“ will nach eigenen Angaben eine städtebaulich und wirtschaftlich sinnvolle Lösung für den Wieragrund.

Zu Wort gemeldet hat sich der Anwalt der Anlieger der Treysaer Bahnhofstraße, Dr. Bernd Hoppe, zum Thema Wieragrund, wo noch immer kein Spatenstich zum Centerbau stattgefunden hat. Der Jurist teilte am Dienstagmittag mit: „Die Kläger weisen daraufhin hin, dass die Bauherrin seit mehr als einem Jahr über eine wirksame Baugenehmigung verfügt.“

Dr . Hoppe weiter: „Offenbar geht es der Bauherrin [Anmerkung der Redaktion: Die Investorengemeinschaft] nur noch darum, über die Rücknahme der Klagen eine Bestandskraft der Baugenehmigung herbeizuführen, um das Grundstück anschließend zu veräußern.“

Unabhängig davon betrachteten sich die Kläger - eine Gruppe von Immobilieneigentümern der Bahnhofstraße - „nicht als engstirnige Verhinderer einer wichtigen Entwicklung im Wieragrund“. Ihre im Rahmen der verschiedenen Bauleitplanverfahren vorgebrachten und, so die Mitteilung, berechtigten Einwendungen und Bedenken, seien nicht berücksichtigt worden.

Hoppe folgert: „Eine Umsetzung dieses Projektes hätte sehr negative Auswirkungen auf die Entwicklung Treysas und damit Schwalmstadts insgesamt. Hiervon betroffen wäre insbesondere die Bahnhofsstraße mit ihren dort ansässigen Einzelhändlern.“

Und abschließend: „Die einmalige Chance auf Verwirklichung einer städtebaulich und wirtschaftlich sinnvollen Lösung darf nicht vertan werden.“

Vorausgegangen war ein HNA-Bericht aus der jüngsten Schwalmstädter Stadtverordnetensitzung. Auf eine mündliche Anfrage hatte Bürgemeister Dr. Näser erklärt, er könne nichts Gesichertes über den Fortgang sagen, obwohl er gehofft habe, dass er binnen der Frühjahrsmonate konkrete Nachrichten bekannt geben könnte.

Die Gemeinschaft, die sich von Hoppe vertreten lässt, nennt sich „Nachhaltig prosperierendes Schwalmstadt“. Nach den letzten Informationen unserer Zeitung handelt es sich um sieben Anlieger. (aqu)

Quelle: HNA

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