Projektwochen

Anziehend, abstoßend:  Schüler stellten Arbeiten vor

Als beste Präsentationen wurden die Arbeiten von (vorne, von links) Cathrin Schulze, Meike Gumbel, Nadine Jöckel und (hinten) Dominik Wendt, Charlotte Werner und Jonas Döhne von der Jury bewertet. Foto:  zih

Wolfhagen. Entspanntes Zuhören war angesagt für die weit über 100 Schüler der Realschul-Jahrgangsstufe neun und die des gymnasialen Oberstufen-Jahrgangs E 2 der Filchner-Schule.

Die Schüler stellten in der Schulmensa das Auditorium bei der Vorstellung der in Projektwochen von ihren älteren Mitschülern erarbeiteten besten Präsentationen der jeweiligen Jahresabschlussprüfung. Doch für die Real- und Oberstufenschüler war nicht nur Zuhören angesagt, vielmehr bekamen sie auch von den Vortragenden gezeigt, was in Kürze auch auf sie schulisch zukommt, von ihnen gefordert wird.

Die insgesamt 150 teilnehmenden Real- und Oberschüler konnten aus dem vorgegebenen Leitthema „Was zieht uns an - was stößt uns ab“ als Solist oder in einer Gruppe frei ihren Beitrag wählen. Dabei hatten die Projekt-Lehrer Cornelia Kohlstädt und Carsten Müller mit ihren Fachkollegen die Qual der Wahl, sich für die jeweilige Best-off-Präsentationen zu entscheiden.

Im Realschulzweig hob die Jury Charlotte Werner und Dominik Wendt als Sieger auf den Schild. Werner hatte das Thema „Was kommt nach dem Tod? - Jenseitsvorstellungen im Christentum“ gewählt, Wendt verglich und bewertete die Appeasement-Politik von Neville Chamberlain und Winston Churchill.

Auch bei den Q1-Oberschülern gab es zwei erste Plätze. Einmal für Meike Gumbel, Nadine Jöckel und Cathrin Schulze, die teilweise auch in Englisch das Thema Propaganda und deren absichtlichen und systematischen Versuch, öffentliche Sichtweisen zu formen und Erkenntnisse zu manipulieren präsentierten. Den Bogen spannte das Trio dabei vom römischen „Brot und Spiele“, über die Nazi-Diktatur und den beschwichtigenden Ufa-Filmproduktionen bis hin zum aktuellen Science-Fiction-Film „The Hunger Games“ und das Fußball-Weltmeisterschaftsfinale 2014.

Deutsches Siegtor 

Beim letztgenannten Ereignis verdeutlichten die drei Schülerinnen, wie beeinflussbar jeder ist. Während nämlich auf der großen Leinwand das deutsche Siegtor gezeigt wurde, sollten die Zuhörer auf einem vorher ausgegeben Bilderbogen passende Fotos zuordnen. Meike Gumbel: „Das hat vermutlich niemand getan, alle haben sich wohl ausschließlich auf das gleichzeitig abgespielte Fußball-Video konzentriert.“

Ebenfalls zu den Best-off-Präsentationen wurde die Arbeit von Jonas Döhne und Konstantin Thüre gekürt, die sich mit dem Verhältnis zwischen Frau und Mann beschäftigte. (zih)

Quelle: HNA

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