Arbeiten an Keramikrelief in Stadthalle können dank Spenden weitergehen

Arbeiten an Keramikrelief in Stadthalle können dank Spenden weitergehen

Fritzlar. Der bekannte Fritzlarer Künstler Matti Värttö wollte mit einem Großmosaik der Stadt und ihren Menschen ein besonderes Geschenk machen. Sein Tod hinderte ihn daran, dass Kunstwerk fertig zu stellen. Die Arbeiten gehen aber weiter.

Eigentlich wollte Värttö in seine finnische Heimat zurückkehren. Anfang des Jahres verstarb der 62-Jährige jedoch nach schwerer Krankheit. Das zwölf Quadratmeter große Keramikrelief mit dem Motto "Menschen für Demokratie, Wahrheit und Gerechtigkeit" schmückt heute den Eingangsbereich der Stadthalle. Es besteht aus unterschiedlichen Skulpturen, Köpfen und Mosaiken. In verschiedenen Sprachen ist auf dem Bild der Spruch "Mach was du willst in deinem Leben, Junge, aber schade nie einem anderen - eine Weisheit, die Värttö von seinem finnischen Großvater mit auf den Weg bekam.

Värttös Lebensgefährtin Kirsti Brehme möchte das Kunstwerk im Sinne ihres Partners zu Ende führen, was allerdings nicht einfach ist. "Das Formen, Glasieren und Brennen der einzelnen Mosaiken verursacht hohe Kosten", sagt Kirsti Brehme.

Deshalb setzt sich der Verein Pro-Fritzlar dafür ein, dass durch Spendengeld die Arbeiten fortgeführt werden können. "Wir sehen das Mosaik als ein großes Geschenk für unsere Stadt, daher haben wir starkes Interesse daran, dass das Kunstwerk vollendet werden kann", sagt Dr. Ulrich Skubella, Vorsitzender des Vereins Pro-Fritzlar.

Das Ehepaar Gerhold, Eigentümer der St. Martin Apotheke und die VR-Bank Fritzlar spendeten nun jeweils 2500 Euro.

Allerdings fehlen einem Kostenvoranschlag zufolge noch 15.000 Euro, um die Arbeiten am Mosaik endgültig beenden zu können. "Unsere Spenden sollen weitere Menschen anregen, ebenfalls Geld zur Verfügung zu stellen. Vorbilder sollen Nachahmer erzeugen", sagt Erich Gerhold.

Quelle: HNA

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